Direkt zum Inhalt
Services
Medienarbeit

Auf Augenhöhe mit den betroffenen Personen der administrativen Versorgung

Textkörper

Im Frühjahr 2019 durften wir eine nationale Pressekonferenz für die Unabhängige Expertenkommission (UEK) Administrative Versorgungen organisieren. Die Verantwortlichen der UEK informierten am 11. März 2019 im Medienzentrum des Bundes über verschiedene Massnahmen, mit denen sie die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der administrativen Versorgungen in der Schweiz für die Öffentlichkeit zugänglich machen und eine Auseinandersetzung mit den Schicksalen der betroffenen Personen ermöglichen wollen. 

Es handelt sich um ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte: Bis im Jahr 1981 wurde eine grosse Zahl Jugendliche und Erwachsene auf Anordnung von Verwaltungsbehörden in Anstalten weggesperrt. Nicht weil diese Personen eine Straftat begangen hatten, sondern weil ihr Handeln und Lebensstil nicht den damaligen gesellschaftlichen Normen entsprachen. Um dieses Thema aufzuarbeiten, setzte der Bundesrat im Jahr 2014 die UEK Administrative Versorgungen ein. 

Nach über vierjähriger Forschungsarbeit veröffentlich die UEK im Jahr 2019 ihre Ergebnisse. Den Auftakt machte sie im März mit der Lancierung der ersten von insgesamt zehn Publikationen. Es handelt sich um einen Portraitband, in dessen Zentrum die Menschen stehen, die von diesen Zwangsmassnahmen betroffen waren. Gleichzeitig lancierte die UEK eine Wanderausstellung durch zwölf Schweizer Städte und ein Lehrmittel, um die Thematik für den Schulunterricht zugänglich zu machen.

Neben den Verantwortlichen der UEK waren an der Konferenz zudem mehrere betroffene Personen involviert, die ihre Erlebnisse schilderten. Die Pressekonferenz weckte landesweit Interesse am Thema und an den Schicksalen der Betroffenen. Insgesamt erschienen in allen Landesteilen rund 25 verschiedene Medienberichte. Neben Artikeln in zahlreichen Print- und Onlinemedien wurden ein Radiobeitrag im «Echo der Zeit» sowie ein TV-Beitrag in der Hauptausgabe der Westschweizer Tagesschau ausgestrahlt. 

In der Zusammenarbeit mit der UEK konnten wir unsere Kompetenzen an der Schwelle zwischen Wissenschaft und Politik in einem mehrsprachigen Umfeld einbringen.
Conférence de presse

Die Verbreitung der Resultate des NFP 69 unterstützen

Textkörper

Die VIRTÙ Public Affairs AG verfügt über grosse Erfahrung im Wissenstransfer. Wir wurden zum Beispiel beauftragt, eine geeignete Strategie zur Verbreitung der Forschungsresultate des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) zu konzipieren. Der Schweizerische Nationalfonds finanziert diese Programme und legt grossen Wert darauf, die Resultate für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Verbreitung dieser Resultate stellt uns vor zwei Herausforderungen. Zum einen ist die Kommunikation als solche herausfordernd, da es komplexe Inhalte verständlich und interessant zu vermitteln gilt . Zum anderen ist es eine Herausforderung, dass die Forschungsresultate in der konkreten Praxis der Ernährungsbranche fortbestehen.  Nationale Forschungsprogramme sind befristet und das NFP 69 läuft Ende 2020 aus. Es gilt die Diskussion über die aufgeworfenen Fragen weiterzuführen, indem man die Akteure des Ernährungsbereichs sensibilisiert und sie anregt, den Dialog fortzusetzen.

Ein Expertengremium aus den betroffenen Anspruchsgruppen
Um diese zweite Herausforderung zu meistern, haben wir der Leitungsgruppe des NFP 69 vorgeschlagen, ein Sounding Board ins Leben zu rufen. Dieses Gremium ist zusammengestellt aus vierzehn einflussreichen Persönlichkeiten aus der Nahrungsmittelindustrie, von Produzentenorganisationen, Grosshandel, Bundesämtern und kantonalen Verwaltungen, von Konsumentenorganisationen, aus der öffentlichen Gesundheit und der Ernährungsberatung.

Diese in ihrem Tätigkeitsbereich einflussreichen Personen bekommen als erste die bedeutendsten Resultate des NFP 69 zu Gesicht. Sie werden ihnen von den Forschenden anlässlich dreier Sitzungstagen im 2019 und 2020 vorgestellt. Die gesammelten Empfehlungen zur Kommunikation der Forschungsresultate werden uns helfen, diese möglichst effizient weiterzuverbreiten und zu ermöglichen, dass sie von Wirtschaft, Verwaltung und Politik berücksichtigt werden.

Im Jahr 2019 werden die Forschungsprojekte des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) abgeschlossen. Die unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Nationalfonds geführten Projekte schlagen Lösungen vor, um die Schweizer Nahrungsmittelsysteme nachhaltiger zu gestalten, die Lebensmittelverschwendung einzuschränken und die Beziehung zwischen Ernährung und Gesundheit besser zu verstehen.

Ein Firmenporträt am Puls der Mobilität

Textkörper
Was ist der «Trassenpreis»? Deckt der Preis meines Bustickets die Kosten meiner Fahrt? Wird eine Subvention, die für den Kauf eines neuen Trolleybusses gesprochen wird, auch für die Erneuerung der Perrons eingesetzt? Warum investiert ein Unternehmen für öffentlichen Verkehr in Immobilienprojekte?
Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) werden tagtäglich mit Fragen ihrer Nutzerinnen und Nutzer konfrontiert. Um Antworten auf die berechtigten Fragen der Öffentlichkeit zu geben, entschieden die TPF, ein neues Firmenporträt in Form einer gut zugänglichen Microsite zu gestalten. Im Jahr 2018 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und die Webagentur Details damit beauftragt.
Um die Realität des Unternehmens bestmöglich vermitteln zu können, führten wir eine gründliche Bestandesaufnahme durch. Begleitet vom Generalsekretär der TPF trafen wir die Direktoren der vier Gesellschaften, aus denen die TPF-Gruppe zusammengesetzt ist: TPF Holding, TPF Trafic, TPF Infra und TPF Immo. Diese Interviews ermöglichten uns genaue Einblicke in die Firmenstruktur.
Für alle zugängliche Informationen
Aufgrund dieses Überblicks schlugen wir vor, auf der Microsite vom multimodalen Bahnhof auszugehen. Dies ermöglicht es, die gesamten Aktivitäten der TPF auf einen Blick zu erfassen. Dieser Einstieg ermöglicht es, die verschiedenen Herausforderungen der Mobilität zu thematisieren: die verschiedenen Mobilitätsformen, die Bahninfrastruktur, die Immobilienentwicklung und die für das ganze System geltenden Organisations- und Finanzierungsregeln. Wir stellten ebenfalls die über hundertjährige Geschichte des Unternehmens vor. In Zusammenarbeit mit unseren Ansprechpartner der TPF haben wir viel in die Vereinfachung der Informationen investiert, um so auch die komplexesten Bereiche des Unternehmens verständlich zu machen.
Die graphische Darstellung, die von der Agentur Details ausgearbeitet wurde, gibt dem Beobachter eine Vogelperspektive über die TPF. Dies ermöglicht dem Besucher der Webseite, einen Schritt zurückzutreten und die verschiedenen Komponenten des Unternehmens sowie ihre lokale Verankerung zu verstehen. Um das Interesse der User weiter zu wecken, gestalteten wir mehrere Infografiken. Zum Beispiel stellten wir dar, wie der «Trassenpreis» berechnet wird – das ist die Masseinheit der Rechnungsstellung des Bahngebrauchs durch ein Transportunternehmen. Heute nutzen die meisten Besucherinnen und Besucher die TPF-Webseite mit ihrem Smartphone oder ihrem Tablet. Heute ist das Firmenporträt für alle Interessierten zugänglich, die sich – auch spontan –über die Funktionsweise der Freiburgischen Verkehrsbetriebe informieren möchten.
 
Microsite TPF

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik

Textkörper

In der Wintersession 2018 berieten National- und Ständerat über die Bundesfinanzen für das Jahr 2019. Am Ende der Session stockte das Parlament die finanziellen Mittel für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Jahr 2019 um gut 100 Millionen Franken auf. Mit diesen Entscheiden unterstützten die eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier einen Kompromiss zwischen der Budgetplanung des Bundesrates und der mehrjährigen Planung (BFI-Botschaft 2017-2020), die das Parlament im Herbst 2016 verabschiedet hatte. Als Verantwortliche für die Geschäftsstelle des Netzwerks FUTURE begleiteten wir diesen parlamentarischen Prozess. Das Netzwerk FUTURE ist eine Interessengemeinschaft von Partnern aus Hochschulen, Institutionen der Wissenschaft und Politik. Wir koordinieren den Austausch zwischen den akademischen Organisationen und rund 40 Parlamentariern aus allen Parteien, die im Politikerteam FUTURE vertreten sind.

Im Frühjahr 2018 informierten uns die Träger des Netzwerks frühzeitig, dass der Bundesrat im Budget 2019 weniger finanzielle Mittel einplant, als das Parlament in der BFI-Botschaft für dieses Jahr in Aussicht gestellt hatte. Als der Bundesrat im Sommer die umfassenden Zahlen zum Voranschlag 2019 publizierte, stellten wir diese in einer Finanztabelle den Zahlen der Mehrjahresplanung gegenüber. In Zusammenarbeit mit den akademischen Trägern zeigten wir auf, auf welche geplanten Massnahmen die Hochschulen und Forschungsinstitutionen aufgrund der geringeren Finanzierung verzichten müssten und dass dadurch deren strategische Ziele gefährdet würden.

In Fact-Sheets und Newslettern informierten wir die Ständerätinnen und Nationalräte, die sich im Politikerteam des Netzwerks FUTURE engagieren. In persönlichen Kontakten erklärten wir die Herausforderungen im Detail. Die Mitglieder des Politikerteams brachten das Thema darauf in den Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) sowie in den Finanzkommissionen (FK) der beiden Räte ein und sensibilisierten ihre Parteikolleginnen und -Kollegen. In beiden Räten wurden Anträge für Aufstockungen der Kredite im BFI-Bereich eingereicht. Diese Anträge begleiteten wir und suchten Verbündete aus Wirtschaft und Kantonen, um die Parlamentsmitglieder von der Notwendigkeit der Erhöhung der Finanzmittel zu überzeugen. Schliesslich fand der Kompromiss für eine Aufstockung in beiden Kammern eine Mehrheit. 

Services
Content

Verständlich und zugänglich: Zusammenfassungen für alle 26 Projekte des NFP 69

Textkörper

Im Nationalen Forschungsprogramm «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) forschten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler während fünf Jahren in 26 verschiedenen Projekten. Sie deckten dabei ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen ab – von Nanowissenschaften über medizinische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen bis hin zur Agrarforschung. Wie für alle NFP sollen auch die Projekte des NFP 69 einen Beitrag zur Lösung von aktuellen gesellschaftlichen Problemen leisten. Aus diesem Grund hat die Kommunikation der Ergebnisse einen hohen Stellenwert. Die wissenschaftlichen Resultate gilt es zuhanden von Verwaltung, Politik, Nichtregierungsorganisationen, Privatwirtschaft und Medien aufzubereiten.

Als Verantwortliche für den Wissenstransfer des NFP 69 hat die VIRTÙ Public Affairs AG für jedes einzelne der 26 Projekte eine Zusammenfassung erarbeitet. Da diese «Summary Sheets» für eine breite Zielgruppe ohne wissenschaftlichen Hintergrund verständlich sein sollen, haben wir die zentralen Forschungsergebnisse in einer einfach verständlichen Sprache erklärt. Für jedes Projekt haben wir eine Zusammenfassung im Umfang von 5000-7000 Zeichen gemacht – das entspricht etwa einem längeren Presseartikel. So lassen sich die Inhalte verständlich darlegen, bleiben aber gleichzeitig überschaubar.

Bio-Korb

Wir achteten bei der Redaktion auf eine attraktive Gestaltung. Wir setzten Bilder, Illustrationen und Infografiken ein, um die zentralen Ergebnisse zu veranschaulichen. Ausserdem verfolgten wir eine flexible Gliederung der einzelnen Inhalte, so dass sich den Leserinnen und Lesern verschiedene Zugänge in die Themen bieten. In Text-Boxen, die sich vom Haupttext abheben, sind Anknüpfungspunkte für Politik und Wirtschaft ausgeführt. Die praxisrelevanten Outputs aus den Projekten münden vielfach in konkrete Empfehlungen für Gesetzgeber oder Praktiker. Andere Projekte entwickelten hingegen anwendungsorientierte Produkten oder Verfahren.

Alle Summary-Sheets haben einen Umfang von zwei A4-Seiten und wurden in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch produziert. Sie sind unter der Adresse www.nfp69.ch als PDF aufgeschaltet.

Sprechen wir über Identität!

Textkörper

Eine Gemeindefusion ist in erster Linie eine technische und politische Angelegenheit. Bei der Erarbeitung einer Fusionsvereinbarung sind verschiedene Fragen zu klären – von der Verwaltung der Abwasser- und Stromnetze über den Steuersatz bis hin zu den Wahlkreisen. Aber wenn es um die Unterstützung der Bevölkerung geht, spielt auch ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle: die Dimension der Identität. Aus diesem Grund schlugen wir der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs – die wir seit Frühling 2018 unterstützen – vor, eine Plattform zu schaffen, die sich mit der Identität Grossfreiburgs befasst. Diese Plattform wird während des ganzen Fusionsprojekts der neun Gemeinden Grossfreiburgs betrieben.

Im Dezember 2018 lancierten wir den Blog «Sprechen wir über Identität!». Die Beiträge stammen von rund 15 Bloggerinnen und Blogger, die im Grossraum Freiburg leben und/oder arbeiten. Sie sind allesamt Vertretende der Zivilgesellschaft und nicht Mitglieder der konstituierenden Versammlung. Ich begleite und koordiniere dieses kreative und motivierte Autorenteam, das aus Personen aller Altersgruppen mit verschiedensten Hintergründen besteht. Beim Start des Blogs erstellten wir eine Redaktions-Charta: Die Bloggerinnen und Blogger sind bei der Auswahl der Themen für ihre Beiträge frei. Es muss aber einen Zusammenhang geben mit dem Fusionsprojekt und/oder mit der Funktionsweise, mit Eigenheiten, der Geschichte oder mit dem Lokalleben der Gemeinden aus dem Fusionsgebiet. Die Beiträge können als Sachartikel, Meinungsartikel, als Foto- oder Tonreportagen oder als Video erscheinen. Zudem arbeiten wir mit der Berufsschule «eikon» zusammen: Im Laufe des Jahres 2019 werden deren Studierenden in angewandter Kunst eine Reihe von Videos zum Thema Identität veröffentlichen.

Wie die Schweizer Hochschulen in den politischen Diskurs eintraten

Textkörper
Am 9. Februar 2014 stimmten die Schweizer Stimmbevölkerung und die Kantone der sogenannten Initiative «gegen Masseneinwanderung» zu. Die meisten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren sich damals nicht bewusst, dass ihr demokratischer Entscheid direkte Folgen für die Hochschulen und die in der Schweiz tätigen Forschungsgruppen hatte. Akademische und politische Entscheidungsträger wussten hingegen, dass die Europäische Union ihre Drohung wahr machen und die Schweiz von ihren Forschungs- und Mobilitätsprogrammen ausschliessen würde. Trotzdem bezogen sie nicht öffentlich Stellung, weil sie der Überzeugung waren, dass sich Bildung und Forschung nicht in die Politik einmischen sollten. Die negativen Konsequenzen des Ausschlusses in den darauffolgenden Monaten trugen jedoch dazu bei, dass sie ihre Meinung änderten.
Wir durften swissuniversities, die Dachorganisation der Schweizer Hochschulen, bei diesem Paradigmenwechsel unterstützen. In unserer Analyse zeigten wir auf, dass die Hochschulen nicht zu Kampagnen-Maschinen werden müssen. Hingegen ist es völlig legitim, dass sie die Folgen aufzeigen, welche die politischen Entscheide für die Erfüllung ihres Auftrags von Kantonen, Bund und damit von der Bevölkerung haben. Alle Gesetze fordern von den Hochschulen und Forschungsinstitutionen, dass sie nach Exzellenz streben und eine internationale Ausstrahlung haben. Warum sollten sie also nicht auch das Rech haben, auf Gesetzestexte hinzuweisen, die sie daran hindern könnten, die besten Forschenden anzustellen und sich an den europäischen Forschungsinitiativen zu beteiligen?
In den Jahren 2016 und 2017 haben wir in der ganzen Schweiz rund 15 Workshops zur politischen Kommunikation von Hochschulen konzipiert und mitgestaltet. In den Workshops wurden die Kommunikationsverantwortlichen der Institutionen für die Thematik sensibilisiert. Zusammen mit diesen Personen förderten wir den Austausch von Best Practices für politische Kommunikation und regten einen Informationsaustausch an. Das Resultat liess sich im Oktober und November 2018  während der Kampagne zur Selbstbestimmungsinitiative sehen. Die Hochschulen hatten den Mut, Stellung zu nehmen und die verheerenden Auswirkungen der Initiative auf ihre internationale Positionierung aufzuzeigen. Ein Paradigmenwechsel hatte stattgefunden.

Von einer Kommunikation der Versprechen zu einer Kommunikation der Inhalte

Textkörper

Im Jahr 2017 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und FrankR beauftragt, die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG (BFF AG) bei ihrer Kommunikation zum Innovationsquartier blueFACTORY zu unterstützen. blueFACTORY wird von der Stadt und dem Staat Freiburg getragen und von der BFF AG koordiniert. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Industriebrache in einen neuen Stadtteil zu verwandeln, der Unternehmen, Innovation, Kultur und Wohnraum verbindet. 

Wir führten eine umfassende Situationsanalyse durch, um eine Kommunikationsstrategie entwickeln zu können, die den Erwartungen der verschiedenen Zielgruppen entspricht. In einem ersten Schritt untersuchten wir das Image von blueFACTORY in den Medien und in politischen Debatten. Anschliessend trafen wir verschiedene Mieter auf dem Gelände, um ihre Perspektive auf blueFACTORY kennenzulernen. In diesen Interviews konnten wir die Mieter auch gleich zum Image von blueFACTORY bei Aussenstehenden befragen. In einem dritten Schritt analysierten wir die bestehenden Kommunikationsmassnahmen.

Auf der Grundlage dieser Analyse zogen wir zwei Schlussfolgerungen. Einerseits entsprach die von der BBF AG beabsichtigte Positionierung nicht der Wahrnehmung bei ihren Zielgruppen. Andererseits zeigte sich, dass die Kommunikation von blueFACTORY auf Versprechen ausgerichtet war und die Kommunikation von Inhalten vernachlässigt wurde. Bei neuen Projekten ist die Kommunikation von Versprechungen häufig anzutreffen. Diese löst aber bei den Zielgruppen vielfach Frustration aus. Diese Diskrepanzen haben einen Image-Verlust zur Folge.

Es braucht Zeit, um diese Lücke wieder zu schliessen. Wir haben verschiedene Massnahmen eingeleitet, damit die Inhalte des Innovationsquartiers Aufmerksamkeit erhalten. Anfangs des Jahres 2018 gestalteten wir die Webseite von blueFACTORY neu. Der Aufbau der neuen Seite ist einfach; im Vordergrund stehen Aktualitäten, die Firmen auf dem Areal und die Veranstaltungen, die im Quartier organisiert werden. Häufig gestellte Fragen (FAQ) sorgen für Transparenz über das Projekt. Zudem veröffentlichten wir den Jahresbericht 2017 und lancierten einen elektronischen Newsletter, der über Neuigkeiten aus dem Innovationsquartier informiert. Während eines Jahres stieg die Zahl der Abonnenten von 270 auf 585! 

Website blueFACTORY

Services
Veranstaltungen

Den Bürgerdialog mit Cafés beleben

Textkörper

Die VIRTÙ Public Affairs AG ist als Kommunikationsexpertin für die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs tätig, die für das Fusionsprojekt von neun Gemeinden verantwortlich ist. Wir sind der Meinung, dass die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger für den Erfolg eines solchen Projekts entscheidend ist. Zu diesem Zweck organisierten wir drei Dialogveranstaltungen, mit dem Ziel, Vorschläge aus der Zivilgesellschaft in die Überlegungen der Arbeitsgruppen der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs einfliessen zu lassen.

Für diese Cafés Grossfreiburg orientierten wir uns am Prinzip des «World-Café». Diese Methode ist aus verschiedenen Gründen interessant. Einerseits basiert sie auf einer qualitativen und weniger auf einer quantitativen Beteiligung. Wir strebten 15 bis 25 teilnehmende Personen an – ein vernünftiges Ziel in dieser frühen Phase des Fusionsprojekts. Andererseits fördert das World-Café die Verbreitung von Ideen und konsensbasierte Vorschläge.

Jedes Café Grossfreiburg war einer übergeordneten Fragestellung gewidmet, die in einzelne Teilfragen unterteilt war. Zu Beginn stimmten die Teilnehmenden mit Aufklebern über die Teilfragen ab, die sie am meisten interessierten. Jede ausgewählte Teilfrage wurde einer Moderatorin oder einem Moderator zugeteilt. In kleinen Gruppen erörterten die Teilnehmenden jede dieser Fragen während 25 Minuten. Um einen möglichst ergiebigen Austausch zu fördern, fassten die Tischmoderatoren zu Beginn jeder neuen Runde die vorangehenden Diskussionen zusammen. Diese Art der Moderation ist das Herzstück des World-Cafés. Sie ermöglicht den Moderierenden, schrittweise zu erkennen, in welchen Punkten der Frage Einigkeit herrscht und wo die Meinungen auseinandergehen.

Nach vier Diskussionsrunden fassten die Moderierenden die wichtigsten Schlussfolgerungen der Gespräche zu ihren Fragen im Plenum zusammen. Ich transkribierte diese in drei Impulsberichte, welche an die Delegierten der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs übergeben wurden. Die Delegierten müssen die Berichte zur Kenntnis nehmen und können die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger in ihre Arbeit einfliessen lassen. 
Grand Fribourg Café

Services
Veranstaltungen

Speeddatings für Forschende und Stakeholder

Textkörper

Im Jahr 2017 endeten mehrere Forschungsprojekte des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69). Diese Projekte bieten Lösungen, um das Ernährungssystem nachhaltiger zu gestalten und um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit besser zu verstehen. Als Verantwortliche für den Wissenstransfer des NFP 69 organisierten wir am Ende des Jahres drei Workshops, um die Resultate dieser Projekte vorzustellen, um einen Austausch zwischen den Forschenden und den Anspruchsgruppen des NFP 69 zu ermöglichen und so einen wichtigen Schritt hin zur Synthese des Programms zu machen. 

Das NFP 69 ist an der Schnittstelle von Ernährung, Agrarwissenschaft und Gesundheit positioniert. Die Stakeholder bilden daher eine sehr heterogene Zielgruppe, die von Vertretenden der Wirtschaft (Produzenten, Industrie, Verteiler) über Akteure der öffentlichen Gesundheit und Behörden bis hin zu Konsumenten- und Umweltorganisationen reicht. Ebenso vielfältig sind die Forschungsprojekte des NFP 69. Unsere Herausforderung bestand daher darin, die Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie spezifisch und für die einzelnen Akteure relevant waren. Wir entschieden uns für drei Querschnittsthemen: nachhaltige Ernährungssysteme, Nahrungsmittelverluste und Ernährungsentscheide. 

Der erste Halb-Tag war jeweils dem Austausch zwischen Forschenden und Stakeholdern des NFP 69 gewidmet. In einem wissenschaftlichen Speed-Dating konnte das Eis gebrochen werden. Die Teilnehmenden wählten die Posten der wissenschaftlichen Projekte, die sie am meisten interessierten. Die Forschenden hatten jeweils 20 Minuten Zeit, um die wichtigsten Resultate ihrer Arbeiten zu erklären. Auf der Grundlage von Aussagen zu den Resultaten der Projekte wurden die Diskussionen anschliessend im Plenum fortgesetzt. Die Stakeholder wurden aufgefordert, auf die Aussagen einzugehen und ihre Perspektive aus der Praxis einzubringen. 

Am folgenden Tag trafen sich die Forschenden erneut und diskutierten die Inputs der Anspruchsgruppen. Sie konnten ihre Aussagen entweder aufrechterhalten oder anpassen. Diese «Statements» bilden den Hintergrund für die Synthese des NFP 69.  

Participants au workshop

Participants au workshop

 

Freiburg im Bundeshaus

Textkörper

Es war die Zeit von Lebkuchen, Liedern, Pfeifen und Schmutzlis: Am 6. Dezember 2016 machte der Sankt-Nikolaus einen Abstecher in die Hallen des Bundeshauses, wo er Parlamentarierinnen und Parlamentariern, hohen Bundesbeamten und Mitgliedern der Regierung die kulinarischen Spezialitäten und Persönlichkeiten des Kantons Freiburg vorstellte. Die VIRTÙ Public Affairs AG unterstützte die Staatskanzlei des Kantons Freiburg bei der Organisation dieser Promotionsveranstaltung unter dem Titel «Freiburg im Bundeshaus».

Signalétique

Die Agentur koordinierte die visuelle Gestaltung, die Einladungen, die Ausschilderung und die Badges für die Gäste. An der Veranstaltung nahmen über 300 Persönlichkeiten teil, darunter drei Bundesräte und drei Staatssekretäre. Sie alle waren begeistert von der geselligen Stimmung, die in der Galerie des Alpes herrschte. Dort hatten die handwerklichen Hersteller der Vereinigung zur Förderung der Produkte aus dem Freiburgerland ihre Stände aufgestellt. 

Stands

Die VIRTÙ Public Affairs AG war ausserdem verantwortlich für die Rede des Sankt-Nikolaus. Dieser hatte markige Worte für die Aktualitäten aus Bundesbern bereit. Der Bischof von Myra wurde von seiner Truppe aus dem Kollegium St. Michael begleitet. Seine Ansprache sorgte im Publikum für einige Überraschung, nicht zuletzt als sich herausstellte, dass der symbolträchtige Freiburger Kirchenpatron von Ständerat Beat Vonlanthen verkörpert wurde.

Services
Medienarbeit

Drei Tage Medienarbeit am Eidgenössischen Schwingfest

Textkörper

Um 5.30 Uhr weckt uns schweres Schnaufen und Ächzen. Medizinbälle knallen an eine Holztür. Auf Kommando ertönt das Trappeln von sprintenden Füssen. Von wem diese ungewohnten Geräusche kommen, verrät uns ein Blick aus dem Fenster des Wohnmobils, in dem wir an diesem Wochenende übernachten: Unmittelbar neben unserem Schlafplatz wärmen sich rund zwei Dutzend Schwinger eines Regionalverbandes auf. Sie stehen kurz vor ihrem sportlichen Höhepunkt des Jahres – dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac.

Auch das Team der VIRTÙ Public Affairs AG stand vom 26. bis 28. August 2016 in Estavayer im Einsatz: Als Freiwillige kümmerten wir uns um die Medienarbeit des grössten Schweizer Sportanlasses mit 250'000 Festteilnehmern. Im Medienzentrum auf dem Militärflugplatz Estavayer waren wir an den drei Festtagen für die Aufbereitung der offiziellen Information des Organisationskomitees zuständig. Täglich verfassten wir für die 500 akkreditierten Journalistinnen und Journalisten Medienmitteilungen in Deutsch und Französisch und bereiteten die Medienkonferenzen vor. Daneben recherchierten und verfassten wir Hintergrundberichte über verschiedene Aspekte des Schwingfestes – von der Eröffnungszeremonie über den Gabentempel bis hin zu Berichten vom grössten Campingplatz des Landes. Bereits ein halbes Jahr vor dem Eidgenössischen in Estavayer durften wir die Veranstalter bei der Organisation eines grossen Medientags strategisch beraten.

Die Erfahrungen und Einblicke, die wir als Team am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest machen konnten, sind einmalig. Die Zusammenarbeit mit den vielen beteiligten Personen – vom Organisationskomitee über Medien, Polizei, Behörden bis hin zu den Besuchern aus allen Landesteilen – war aussergewöhnlich und bereichernd. Erfreulich war insbesondere, dass das Eidgenössische, das nur alle 15 Jahre in der Westschweiz stattfindet, auch in der Romandie begeisterte. Als zweisprachige Kommunikationsagentur durften wir unseren Teil dazu beitragen, dass der Anlass Brücken zwischen Deutsch- und Westschweiz geschlagen hat. Und nicht zuletzt ermöglichte uns das Engagement für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, als Team in die uns bisher unbekannte Welt der Schwinger einzutauchen.

Lutteurs

Eine Etappe auf dem Weg zur Imam-Ausbildung

Textkörper
Eine der Spezialitäten der VIRTÙ Public Affairs AG ist die Wissenschaftskommunikation. In diesem Bereich waren wir unter anderem mit dem Wissenstransfer für das Nationale Forschungsprogramm «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» (NFP 58) mandatiert. Das Programm wurde vom Bundesrat lanciert und vom Schweizerischen Nationalfonds umgesetzt. Das NFP 58 konnte unter anderem aufzeigen, wie sich das Verhältnis der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber der Religion unter dem Druck der Säkularisierung entwickelt hat. Es brachte ausserdem neue Erkenntnisse über den Islam in der Schweiz hervor.
Eines der Projekte des NFP 58 zeigte, dass ein Konsens über die Frage herrschte, ob in der Schweiz Imame ausgebildet werden sollen. Sowohl die muslimischen Organisationen als auch die befragten Institutionen begrüssten dieses Projekt und waren der Ansicht, dass die Imam-Ausbildung in der Schweiz die Integration von Muslimen unterstützen kann. Die Ergebnisse dieser Studie lieferten Antworten auf eine Frage, die von der Politik mehrfach gestellt worden war: Es zeigte sich, dass die damals 150 in der Schweiz tätigen Imame weder die Landessprachen beherrschten noch die gesellschaftliche und juristische Ordnung des Landes kannten.
Imam
Wir unterstützten die Forschenden bei der Vermittlung ihrer Resultate. Eine nationale Pressekonferenz und mehrere Informationsveranstaltungen – insbesondere für die Mitglieder des eidgenössischen Parlaments – trugen dazu bei, ihre Arbeit ins Rampenlicht zu rücken. Die Verbreitung der Ergebnisse erfolgte im Jahr 2009 mitten in der Diskussion um die SVP-Volksinitiative für ein Verbot von Minaretten. Unsere Herausforderung bestand darin, das grosse öffentliche Interesse am Islam zu nutzen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Resultate des Projekts exakt vermittelt und in einem friedlichen Rahmen diskutiert wurden.
Die Ergebnisse der Studie überzeugten die Verantwortlichen der Universitäten und der Bundesverwaltung, einen Plan für die Ausbildung von Imamen auszuarbeiten. Im Juni 2016 wurde an der Universität Freiburg das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft eröffnet.
Services
Content

Die Gründung der NFS aus historischer Perspektive

Textkörper
Im Herbst 2012 wurde die VIRTÙ Public Affairs AG (damals noch unter dem Namen Bonhage PR AG) vom Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) beauftragt, eine historische Analyse über die Gründung der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) zu verfassen. Der SWTR hatte den Auftrag erhalten, die strukturellen Effekte der ersten Serie NFS zu evaluieren. Unsere Zusammenfassung der historischen Ereignisse diente ihm als Grundlagenpapier für die Evaluation. Die zentrale Fragestellung der Analyse lautete: Welche Ziele sollten mit den Nationalen Forschungsschwerpunkten verfolgt werden?
Die NFS sind ein Förderinstrument des Bundes und werden in dessen Auftrag vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) durchgeführt. Die erste Serie von 14 NFS wurde im Jahr 2001 lanciert und lief bis 2013. Unsere Analyse legte den Fokus jedoch nicht auf die Umsetzung dieses Förderinstruments, sondern auf die Periode von 1991 bis 2001. In dieser Zeit entwickelten verschiedene Akteure der Schweizer Wissenschaftspolitik das Konzept der NFS und verhalfen diesem schliesslich zur Umsetzung.
Unsere historische Perspektive basierte auf zwei Säulen: Zum einen verfasste ich einen Bericht, der sich auf die Analyse historischer Originaldokumente sowie auf wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Geschichte des Forschungsplatzes Schweiz abstützte. Zum anderen führten wir qualitative Interviews mit Schlüsselfiguren durch, die in den 1990er-Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts an der Gründung der NFS beteiligt waren. Dazu zählen unter anderem Charles Kleiber, Staatssekretär für Bildung und Forschung 1997-2007, Hans-Peter Hertig, Generalsekretär des SNF 1993-2005, und Bundesrätin Ruth Dreifuss, Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des Innern 1993-2002.
Die Aufgabe für den SWTR ermöglichte uns einen erfrischenden Perspektivwechsel. Als Agentur für politische Kommunikation und Lobbying ist es unser tägliches Brot, laufende politische Prozesse eng zu verfolgen. Die Betrachtung der Vergangenheit ermöglichte uns zu rekonstruieren, wie die involvierten Akteure damals ihre Interessen in der politischen Arena verteidigt hatten. Das war lehrreich und amüsant zugleich.

Die fabelhafte Geschichte von La Trampoline, dem Bier des Tremplin

Textkörper


Mir ist der Tag im Frühling 2015 noch bestens in Erinnerung, als ich die Leitenden der Stiftung Le Tremplin traf. Die Stiftung kümmert sich in Freiburg um drogenabhängige Menschen. Ein Freund, durch den der Kontakt zustande kam, sagte mir nur: «Das ist ein Thema für dich.» Diesen Satz hatte ich im Kopf, als mir die Verantwortlichen von ihrem Projekt erzählten. In einem ersten Schritt hoben sie das Verbot auf, in der niederschwelligen Anlaufstelle «Au Seuil» Bier zu trinken. In einer zweiten Phase sollte zusammen mit einem lokalen Brauer ein Bier entwickelt werden, das eigens für die Nutzerinnen und Nutzer von Le Tremplin hergestellt wird. Im Hinblick auf die gesellschaftliche Wiedereingliederung war die Idee, dass die drogenabhängigen Personen in einer dritten Etappe dieses Bier selber brauen.       
 
Es liegt auf der Hand, dass dieses Projekt neue Pfade beschritt und in der öffentlichen Wahrnehmung hätte auf Ablehnung treffen können. Daher waren viele Erklärungen notwendig. Die von uns umgesetzten Kommunikationsmassnahmen mussten in erster Linie sicherstellen, dass alle involvierten Projektpartner mit einer Stimme sprachen. Anschliessend sensibilisierten wir Opinion Leader für das Thema; danach wurden verantwortliche Politikerinnen und Politiker informiert. Erst nachdem diese Schritte abgeschlossen waren, machten wir das Projekt am Ende des Sommers im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich. Vier Jahre später ist La Trampoline, das Bier des Tremplin, ein Grosserfolg, der das Interesse in Europa, Nord- und Südamerika weckt.
 
Hinter der Idee dieses sozialen Innovationsprojekts steht die Absicht, dass die drogensüchtigen Menschen eine andere Beziehung zu einer der Substanzen entwickeln, von denen sie abhängig sind. Ein wichtiges Ziel von Le Tremplin war es auch, diesen Personen, die vielfach kein Obdach haben, einen Zugang zur Normalität und die Übernahme von Verantwortung zu ermöglichen. Schliesslich sollten die Abhängigen während eines Teils des Tages auch weniger Alkohol konsumieren. So können die Sozialarbeiter in der Anlaufstelle während einer längeren Zeit mit den Personen in Kontakt sein und sich unter besseren Bedingungen austauschen. 
 
Bald werden die Resultate einer wissenschaftlichen Studie erscheinen, die das Projekt in den ersten Jahren begleitete. 

 

Trampoline