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Eine digitale Kampagne für eine Schweizer Ernährungsstrategie

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Können wir uns in Zukunft gesünder und zugleich nachhaltig ernähren? Ja, lautet die Antwort der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) mit unserer künftigen Ernährung befassten. Sie empfehlen eine klare politische Strategie, um das Ernährungssystem der Schweiz bis im Jahr 2050 anzupassen.

Als Verantwortliche für den Wissenstransfer des NFP 69 bereiteten wir die Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Programm für verschiedene Zielgruppen auf: einerseits für ein Expertenpublikum aus Politik, Ernährung und Lebensmittelproduktion, andererseits für den sehr breiten Kreis der Konsumentinnen und Konsumenten ohne spezifisches Vorwissen.

In einem ersten Schritt gründeten wir ein Sounding Board mit Vertreterinnen und Vertretern aus Produktion, Verteilung, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie verantwortlichen Fachexperten von Bund und Kantonen. In diesem Gremium diskutierten wir in mehreren Sitzungen die Empfehlungen der Forschung und die möglichen Auswirkungen für die Praxis.

Anschliessend erstellten wir einen umfassenden Synthesebericht zuhanden der Experten, der die wichtigsten Erkenntnisse der 26 Forschungsgruppen zusammenfasst und Empfehlungen ableitet. Für die Konsumenten setzten wir – in Ergänzung zu konventioneller Medienarbeit – auf eine digitale Strategie. So konnten wir diese dort erreichen, wo sie sich aufhalten: im Internet und in sozialen Netzwerken.

Ernährungssystem

Als Basis erstellten wir die Webseite www.gesundundnachhaltig.ch. Auf dieser Plattform verdeutlichen kurze Informationsvideos im Motion-Design, Podcasts und Zusammenfassungen einzelner Projekte die Verbindung von gesunder Ernährung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion. In Zusammenarbeit mit einer Forschungsgruppe aus dem NFP 69 erarbeiteten wir ausserdem einen interaktiven Simulator: Basierend auf wissenschaftlichen Modellen können Konsumenten damit selber ausprobieren, wie sich verschiedene Anpassungen der Ernährung auf die Gesundheit und die Umwelt auswirken.

Die zentralen Botschaften und Inhalte von www.gesundundnachhaltig.ch verbreiteten wir via Sponsored Content auf sozialen Netzwerken und im Rahmen einer Google-Ads-Kampagne. Interessierte Nutzende konnten so die Botschaften direkt in ihren eigenen Netzwerken teilen. Zwischen Ende Juni und Mitte September besuchten über 12'000 Personen die Webseite. Die beiden Motion-Design-Videos wurden auf Youtube und auf der Webseite über 9000 Mal angeschaut.

Aktuell bieten die politischen Diskussionen über die künftige Entwicklung der Landwirtschaftspolitik im eidgenössischen Parlament eine Chance, dass die Empfehlung des NFP 69 für eine Ernährungsstrategie von der Politik geprüft wird. Die zuständige Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) verlangt vom Bundesrat mittels Kommissionspostulat einen Bericht über die künftige Ausrichtung der Agrarpolitik. Dabei eröffnen die Ergebnisse des Forschungsprogramms der Landwirtschaft neue Perspektiven, etwa indem diese verstärkt ihre Rolle als Akteurin der öffentlichen Gesundheit wahrnimmt.

Simulator

Informativ, bunt und straff: Das Dossier «Die Schweiz und Horizon Europe»

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Geplant war ein Austausch mit den Parlamentsmitgliedern zur Rolle der Schweiz im Europäischen Forschungsraum. Diese mussten sich anlässlich der baldigen Debatte über die Botschaft zur Finanzierung der Schweizer Beteiligung an den Massnahmen der Europäischen Union im Bereich Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2027 (Horizon Paket) eine Meinung bilden. Doch Corona verhinderte die Durchführung eines solchen Anlasses. Es galt, eine andere Möglichkeit zu finden, um den Parlamentarierinnen und Parlamentariern dieses umfangreiche Thema näherzubringen. Und die Zeit drängte: die Sitzung der ständerätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, an der diese Botschaft traktandiert war, stand bereits fest.

Es brauchte eine digitale Lösung, die Lust macht, sich zu informieren und gleichzeitig ein Format, das ausgedruckt werden kann. Wir hatten den Anspruch, die Balance zu halten zwischen Vertiefung der Sachverhalte und Berücksichtigung einer breiten Informationspallette. So entstand das Dossier «Die Schweiz und Horizon Europe. In 6 Fragen» des Netzwerks FUTURE. Das Dossier verschafft einen Überblick zur Rolle der Schweiz im europäischen Forschungsraum. In sechs Kapiteln, die je einer zentralen Frage nachgehen, werden die Informationen von animierten und aussagekräftigen Grafiken gestützt. Wer sich stärker in die Materie vertiefen will, kann den zahlreichen externen Verlinkungen folgen.

CERN

Der Prozess von der Beschaffung der Informationen und Daten für die Grafiken, über das Verfassen und Übersetzen der Texte, bis hin zur grafischen Umsetzung konzentrierte sich auf wenige Wochen. Das Ergebnis stellt, verglichen mit den existierenden Informationsunterlagen zu dieser Thematik, ein einzigartiges Dokument dar.

Das Dossier zeigt auf, wie zentral die Schweiz in Europa hinsichtlich der Verflechtungen im Bereich Forschung und Innovation aufgestellt ist. Es verdeutlicht die grosse Kontinuität des wissenschaftlichen Austauschs über die Schweizer Grenzen hinweg. Wir sind positiv gestimmt, dass die Parlamentsmitglieder darin zahlreiche, spannende Informationen finden, die sie beim Meinungsbildungsprozess unterstützen können. Überzeugen Sie sich selbst! 

Ein Firmenporträt am Puls der Mobilität

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Was ist der «Trassenpreis»? Deckt der Preis meines Bustickets die Kosten meiner Fahrt? Wird eine Subvention, die für den Kauf eines neuen Trolleybusses gesprochen wird, auch für die Erneuerung der Perrons eingesetzt? Warum investiert ein Unternehmen für öffentlichen Verkehr in Immobilienprojekte?
Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) werden tagtäglich mit Fragen ihrer Nutzerinnen und Nutzer konfrontiert. Um Antworten auf die berechtigten Fragen der Öffentlichkeit zu geben, entschieden die TPF, ein neues Firmenporträt in Form einer gut zugänglichen Microsite zu gestalten. Im Jahr 2018 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und die Webagentur Details damit beauftragt.
Um die Realität des Unternehmens bestmöglich vermitteln zu können, führten wir eine gründliche Bestandesaufnahme durch. Begleitet vom Generalsekretär der TPF trafen wir die Direktoren der vier Gesellschaften, aus denen die TPF-Gruppe zusammengesetzt ist: TPF Holding, TPF Trafic, TPF Infra und TPF Immo. Diese Interviews ermöglichten uns genaue Einblicke in die Firmenstruktur.
Für alle zugängliche Informationen
Aufgrund dieses Überblicks schlugen wir vor, auf der Microsite vom multimodalen Bahnhof auszugehen. Dies ermöglicht es, die gesamten Aktivitäten der TPF auf einen Blick zu erfassen. Dieser Einstieg ermöglicht es, die verschiedenen Herausforderungen der Mobilität zu thematisieren: die verschiedenen Mobilitätsformen, die Bahninfrastruktur, die Immobilienentwicklung und die für das ganze System geltenden Organisations- und Finanzierungsregeln. Wir stellten ebenfalls die über hundertjährige Geschichte des Unternehmens vor. In Zusammenarbeit mit unseren Ansprechpartner der TPF haben wir viel in die Vereinfachung der Informationen investiert, um so auch die komplexesten Bereiche des Unternehmens verständlich zu machen.
Die graphische Darstellung, die von der Agentur Details ausgearbeitet wurde, gibt dem Beobachter eine Vogelperspektive über die TPF. Dies ermöglicht dem Besucher der Webseite, einen Schritt zurückzutreten und die verschiedenen Komponenten des Unternehmens sowie ihre lokale Verankerung zu verstehen. Um das Interesse der User weiter zu wecken, gestalteten wir mehrere Infografiken. Zum Beispiel stellten wir dar, wie der «Trassenpreis» berechnet wird – das ist die Masseinheit der Rechnungsstellung des Bahngebrauchs durch ein Transportunternehmen. Heute nutzen die meisten Besucherinnen und Besucher die TPF-Webseite mit ihrem Smartphone oder ihrem Tablet. Heute ist das Firmenporträt für alle Interessierten zugänglich, die sich – auch spontan –über die Funktionsweise der Freiburgischen Verkehrsbetriebe informieren möchten.
 
Microsite TPF

Sprechen wir über Identität!

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Eine Gemeindefusion ist in erster Linie eine technische und politische Angelegenheit. Bei der Erarbeitung einer Fusionsvereinbarung sind verschiedene Fragen zu klären – von der Verwaltung der Abwasser- und Stromnetze über den Steuersatz bis hin zu den Wahlkreisen. Aber wenn es um die Unterstützung der Bevölkerung geht, spielt auch ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle: die Dimension der Identität. Aus diesem Grund schlugen wir der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs – die wir seit Frühling 2018 unterstützen – vor, eine Plattform zu schaffen, die sich mit der Identität Grossfreiburgs befasst. Diese Plattform wird während des ganzen Fusionsprojekts der neun Gemeinden Grossfreiburgs betrieben.

Im Dezember 2018 lancierten wir den Blog «Sprechen wir über Identität!». Die Beiträge stammen von rund 15 Bloggerinnen und Blogger, die im Grossraum Freiburg leben und/oder arbeiten. Sie sind allesamt Vertretende der Zivilgesellschaft und nicht Mitglieder der konstituierenden Versammlung. Ich begleite und koordiniere dieses kreative und motivierte Autorenteam, das aus Personen aller Altersgruppen mit verschiedensten Hintergründen besteht. Beim Start des Blogs erstellten wir eine Redaktions-Charta: Die Bloggerinnen und Blogger sind bei der Auswahl der Themen für ihre Beiträge frei. Es muss aber einen Zusammenhang geben mit dem Fusionsprojekt und/oder mit der Funktionsweise, mit Eigenheiten, der Geschichte oder mit dem Lokalleben der Gemeinden aus dem Fusionsgebiet. Die Beiträge können als Sachartikel, Meinungsartikel, als Foto- oder Tonreportagen oder als Video erscheinen. Zudem arbeiten wir mit der Berufsschule «eikon» zusammen: Im Laufe des Jahres 2019 werden deren Studierenden in angewandter Kunst eine Reihe von Videos zum Thema Identität veröffentlichen.

Von einer Kommunikation der Versprechen zu einer Kommunikation der Inhalte

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Im Jahr 2017 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und FrankR beauftragt, die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG (BFF AG) bei ihrer Kommunikation zum Innovationsquartier blueFACTORY zu unterstützen. blueFACTORY wird von der Stadt und dem Staat Freiburg getragen und von der BFF AG koordiniert. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Industriebrache in einen neuen Stadtteil zu verwandeln, der Unternehmen, Innovation, Kultur und Wohnraum verbindet. 

Wir führten eine umfassende Situationsanalyse durch, um eine Kommunikationsstrategie entwickeln zu können, die den Erwartungen der verschiedenen Zielgruppen entspricht. In einem ersten Schritt untersuchten wir das Image von blueFACTORY in den Medien und in politischen Debatten. Anschliessend trafen wir verschiedene Mieter auf dem Gelände, um ihre Perspektive auf blueFACTORY kennenzulernen. In diesen Interviews konnten wir die Mieter auch gleich zum Image von blueFACTORY bei Aussenstehenden befragen. In einem dritten Schritt analysierten wir die bestehenden Kommunikationsmassnahmen.

Auf der Grundlage dieser Analyse zogen wir zwei Schlussfolgerungen. Einerseits entsprach die von der BBF AG beabsichtigte Positionierung nicht der Wahrnehmung bei ihren Zielgruppen. Andererseits zeigte sich, dass die Kommunikation von blueFACTORY auf Versprechen ausgerichtet war und die Kommunikation von Inhalten vernachlässigt wurde. Bei neuen Projekten ist die Kommunikation von Versprechungen häufig anzutreffen. Diese löst aber bei den Zielgruppen vielfach Frustration aus. Diese Diskrepanzen haben einen Image-Verlust zur Folge.

Es braucht Zeit, um diese Lücke wieder zu schliessen. Wir haben verschiedene Massnahmen eingeleitet, damit die Inhalte des Innovationsquartiers Aufmerksamkeit erhalten. Anfangs des Jahres 2018 gestalteten wir die Webseite von blueFACTORY neu. Der Aufbau der neuen Seite ist einfach; im Vordergrund stehen Aktualitäten, die Firmen auf dem Areal und die Veranstaltungen, die im Quartier organisiert werden. Häufig gestellte Fragen (FAQ) sorgen für Transparenz über das Projekt. Zudem veröffentlichten wir den Jahresbericht 2017 und lancierten einen elektronischen Newsletter, der über Neuigkeiten aus dem Innovationsquartier informiert. Während eines Jahres stieg die Zahl der Abonnenten von 270 auf 585! 

Website blueFACTORY