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Eine digitale Kampagne für eine Schweizer Ernährungsstrategie

Textkörper

Können wir uns in Zukunft gesünder und zugleich nachhaltig ernähren? Ja, gemäss den Schlussfolgerungen von über 20 Forschungsgruppen, die die Zukunft der Ernährung im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) untersuchten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen der Landesregierung eine politische Strategie, um das Ernährungssystem der Schweiz bis im Jahr 2050 anzupassen. Diese Strategie soll ermöglichen, die Agrarpolitik, die Gesundheitspolitik und die Umweltpolitik der Schweiz in Einklang bringen.

Von 2013 bis 2020 waren wir für den Wissenstransfer des NFP 69 verantwortlich. Am Ende des Programmes war es unsere Aufgabe, die Ergebnisse und Empfehlungen verschiedenen Zielgruppen zu vermitteln: einerseits einem Expertenpublikum aus Politik, Ernährung und Lebensmittelproduktion, andererseits dem sehr breiten Kreis der Konsumentinnen und Konsumenten ohne spezifisches Vorwissen.

In einem ersten Schritt gründeten wir ein Sounding Board mit Vertreterinnen und Vertretern aus Produktion, Verteilung, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie verantwortlichen Fachexperten von Bund und Kantonen. In den Sitzungen dieses Gremiums konnten wir die Empfehlungen der Forschung diskutieren und mögliche Auswirkungen für die Praxis berücksichtigen. 

Anschliessend erstellten wir einen umfassenden Synthesebericht zuhanden der Experten, der die wichtigsten Erkenntnisse der 26 Forschungsgruppen zusammenfasst und Empfehlungen ableitet. Über die Medien vermittelten wir den Bericht der Öffentlichkeit. Für die Konsumenten setzten wir auf eine Strategie, die sich ausschliesslich auf digitale Kanäle konzentrierte. So konnten wir diese dort erreichen, wo sie sich aufhalten: im Internet und in sozialen Netzwerken. Dieser Entscheid erwies sich als um so richtiger, als die Kommunikation der Ergebnisse im Kontext der Covid-19-Pandemie erfolgte.

Ernährungssystem

Als Basis erstellten wir die Webseite www.gesundundnachhaltig.ch, die als Plattform für diese digitale Strategie diente. Dafür entwickelten wir kurze Informationsvideos im Motion-Design, Audio-Podcasts und Zusammenfassungen einzelner Projekte, die die Verbindung von gesunder Ernährung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion erklären. In Zusammenarbeit mit einer Forschungsgruppe aus dem NFP 69 erarbeiteten wir ausserdem einen neuartigen interaktiven Simulator. Dieses Instrument gestalteten wir auf der Grundlage von wissenschaftlichen Modellen. Es ermöglicht den Konsumentinnen und Konsumenten, selber auszuprobieren, wie sich verschiedene Anpassungen ihrer Ernährungsgewohnheiten auf die Gesundheit und die Umwelt auswirken.

Die zentralen Botschaften und Inhalte von www.gesundundnachhaltig.ch verbreiteten wir via Sponsored Content auf sozialen Netzwerken und im Rahmen einer Google-Ads-Kampagne. Zwischen Ende Juni und Mitte September besuchten über 12'000 Personen die Webseite. Die beiden Motion-Design-Videos wurden auf Youtube und auf der Webseite über 9000 Mal angeschaut.

Aktuell bieten die politischen Diskussionen über die künftige Entwicklung der Landwirtschaftspolitik im eidgenössischen Parlament eine Chance, dass die Empfehlung des NFP 69 für eine Ernährungsstrategie von der Politik geprüft wird. Die zuständige Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) verlangt vom Bundesrat mittels Kommissionspostulat einen Bericht über die künftige Ausrichtung der Agrarpolitik. Dabei eröffnen die Ergebnisse des Forschungsprogramms der Landwirtschaft neue Perspektiven, etwa indem diese verstärkt ihre Rolle als Akteurin der öffentlichen Gesundheit wahrnimmt.

Simulator

Ein Schatz vor unserer Haustür – und wir sehen ihn nicht

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Grosse Moorjungfer

Es handelt sich um eine Spezies, die in den 1970er-Jahren aus dem Schweizer Jura verschwand, um vierzig Jahre später wieder dorthin zurückzukehren. Die Grosse Moosjungfer (Foto von Biologe Sebastien Tschanz Godio) ist eine bemerkenswerte Libelle, die in einer besonderen natürlichen Umgebung lebt: den Hochmooren, auch Torfmoore genannt. Durch menschliche Aktivitäten und die Zerstörung ihres Lebensraums verjagt, kehrte die Art 2010 nach Les Ponts-de-Martel zurück, in eines der grössten Torfmoore der Schweiz.

Diese Rückkehr ist der Lohn für die Anstrengungen, die seit den 1990er-Jahren von den Behörden des Bundes, der Kantone und der Bevölkerung unternommen wurden, um die Hochmoore, die seltensten und empfindlichsten Ökosysteme der Schweiz, wiederzubeleben, zu regenerieren und zu erhalten. In Les Ponts-de-Martel setzt sich ein Verein dafür ein, den Wert dieses Ökosystems noch stärker hervorzuheben, indem er ein Torfmoorhaus für die Öffentlichkeit eröffnen will. Der Verein trat im Rahmen seiner Fundraising-Aktivitäten an uns heran. Er wollte eine Informationsbroschüre erarbeiten, um potenzielle Stiftungen, Sponsoren und Mäzene für das Projekt zu gewinnen.

Das Projekt des Vereins reiht sich ein in einen von der Bevölkerung breit unterstützten Trend: den Erhalt der Biodiversität. Zusammen mit den Verantwortlichen des Vereins mussten wir jedoch feststellen, dass die Öffentlichkeit eher geneigt ist, die biologische Vielfalt auf Meeresinseln oder in tropischen Wäldern zu unterstützen als in der nächsten Umgebung, in den Hochmooren. Der Grund dafür? Unwissenheit über die Seltenheit dieser Ökosysteme und ihre bedrohte Existenz – denn 90% der Schweizer Torfmoore wurden zwischen 1900 und 2010 zerstört!

Das Hochmoor von Les Ponts-de-Martel ist ein Schatz der Artenvielfalt, der vor unserer Haustür liegt, aber den wir nicht sehen. Die Broschüre, die wir mit dem Grafikatelier karakter entwickelt haben, hilft, dieses Wissensdefizit zu beheben. Wir sind stolz darauf, an diesem Projekt mitgewirkt zu haben, und möchten Sie einladen, es zu unterstützen.

Informativ, bunt und straff: Das Dossier «Die Schweiz und Horizon Europe»

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Geplant war ein Austausch mit den Parlamentsmitgliedern zur Rolle der Schweiz im Europäischen Forschungsraum. Diese mussten sich anlässlich der baldigen Debatte über die Botschaft zur Finanzierung der Schweizer Beteiligung an den Massnahmen der Europäischen Union im Bereich Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2027 (Horizon Paket) eine Meinung bilden. Doch Corona verhinderte die Durchführung eines solchen Anlasses. Es galt, eine andere Möglichkeit zu finden, um den Parlamentarierinnen und Parlamentariern dieses umfangreiche Thema näherzubringen. Und die Zeit drängte: die Sitzung der ständerätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, an der diese Botschaft traktandiert war, stand bereits fest.

Es brauchte eine digitale Lösung, die Lust macht, sich zu informieren und gleichzeitig ein Format, das ausgedruckt werden kann. Wir hatten den Anspruch, die Balance zu halten zwischen Vertiefung der Sachverhalte und Berücksichtigung einer breiten Informationspallette. So entstand das Dossier «Die Schweiz und Horizon Europe. In 6 Fragen» des Netzwerks FUTURE. Das Dossier verschafft einen Überblick zur Rolle der Schweiz im europäischen Forschungsraum. In sechs Kapiteln, die je einer zentralen Frage nachgehen, werden die Informationen von animierten und aussagekräftigen Grafiken gestützt. Wer sich stärker in die Materie vertiefen will, kann den zahlreichen externen Verlinkungen folgen.

CERN

Der Prozess von der Beschaffung der Informationen und Daten für die Grafiken, über das Verfassen und Übersetzen der Texte, bis hin zur grafischen Umsetzung konzentrierte sich auf wenige Wochen. Das Ergebnis stellt, verglichen mit den existierenden Informationsunterlagen zu dieser Thematik, ein einzigartiges Dokument dar.

Das Dossier zeigt auf, wie zentral die Schweiz in Europa hinsichtlich der Verflechtungen im Bereich Forschung und Innovation aufgestellt ist. Es verdeutlicht die grosse Kontinuität des wissenschaftlichen Austauschs über die Schweizer Grenzen hinweg. Wir sind positiv gestimmt, dass die Parlamentsmitglieder darin zahlreiche, spannende Informationen finden, die sie beim Meinungsbildungsprozess unterstützen können. Überzeugen Sie sich selbst! 

Die Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Politik stärken

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Wissenstransfer

Die Wissenschaft ist der grösste Feind des neuartigen Coronavirus. Während unsere Gesellschaft eine vorläufige Bilanz über die schädlichen Folgen der Pandemie zieht, setzen wir unsere Hoffnung in die Forschung. Dies ist nach wie vor erlaubt. Wir denken darüber nach, wie wir Herdenimmunität erreichen können, ohne unser Gesundheitssystem zu überlasten, wie wir einen Impfstoff finden und zulassen können oder mit welchen Strategien sich eine zweite Welle der Pandemie vermeiden lässt. Die Wissenschaft steht bei all diesen Szenarien im Zentrum. Sie ist allgegenwärtig auf den Titelseiten der Medien und sitzt sogar mit unserer Regierung an einem Tisch.

Anfang April 2020 ernannte der Bundesrat ein hochrangiges Gremium, das ihn in Form einer Task Force berät. Zweifellos trug die vielfältige Kritik, welche die Wissenschaftsgemeinde im März geäussert hatte, zu diesem Entscheid bei. Das Wichtigste ist aber, dass sich politische Entscheidungsträger und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt über die Modalitäten einer Lockerung der Massnahmen und die zu berücksichtigenden Risiken vor der Entdeckung und Zulassung eines Impfstoffes austauschen.

Es ist zu hoffen, dass die durch das Coronavirus ausgelöste Krise die Verknüpfung von Wissenschaft und Politik stärken wird. Denn im Land von Wissen und Innovation ist diese zu schwach. Die mangelnde Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Politik nimmt in den Vereinigten Staaten eine dramatische Wendung. Dasselbe gilt aber auch für viele europäische Staaten, die trotz der bemerkenswerten Reaktionen ihrer Gesundheitsämter teilweise nicht auf den Ausbruch der Pandemie vorbereitet waren. Zahlreiche Fachleute warnten indes lange im Voraus vor einem solchen Risiko.

Denn letztendlich ist es die Aufgabe der Wissenschaft, uns daran zu erinnern, dass es in dieser Welt mehr Ungewissheiten als Gewissheiten gibt. Politikerinnen und Politiker müssen Entscheide fällen, Massnahmen ergreifen und Krisen managen, aber sie können sich auf die Wissenschaft stützen, um vorausschauend zu agieren, Dogmen in Frage zu stellen und alle plausiblen Szenarien in Betracht zu ziehen. Diese Chance wurde bei der Vorbereitung auf eine Pandemie eindeutig verpasst, doch sie kann genutzt werden, um einen Weg aus einer Krise zu finden. Das gilt auch für den Ausblick auf die Bereiche Wirtschaft, Klima, Sicherheit oder Ernährung. Bis heute gibt es jedoch keine formale Struktur für einen vertieften und sachkundigen Dialog zwischen den Vertretenden aus Politik und Wissenschaft.

Die beiden Welten betrachten einander schon zu lange wie Hund und Katze. Die Politik stand einer Wissenschaft kritisch gegenüber, die keine eindeutigen Fakten schafft; die Wissenschaft war distanziert gegenüber einer Politik, die sie als zu stark vereinfachend wahrnahm. Heute können wir sehen, wie wichtig diese Partnerschaft für das Funktionieren unserer Gesellschaft ist. Denn letztlich, so der Philosoph Edgar Morin, seien Wissenschaft und Demokratie zwei menschliche Lebenswelten, die beide auf der Diskussion von Ideen beruhen.

Also: Lasst uns debattieren, austauschen, unsere Zweifel und seltenen Gewissheiten teilen und das Wissen der hervorragenden Köpfe bündeln, auf die unsere Hochschulen und Forschungsinstitutionen stolz sein dürfen. So können wir dem Parlament, der Bundesverwaltung und dem Bundesrat eine echte Struktur der wissenschaftlichen Beratung vorschlagen! Das ist die Chance der laufenden Legislaturperiode.

Dieser Standpunkt wurde auf der Website des Netzwerks FUTURE veröffentlicht.

Vom Denken in Szenarien

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Autruche

Wer hätte zu Beginn des Jahres 2020 gedacht, dass uns eine Pandemie dazu zwingt, alle Termine unserer Gesellschaft, einschliesslich der eidgenössischen Abstimmungen, zu verschieben? Das neue Coronavirus hat einen grossen Einfluss auf die Schweizer Gesellschaft, Wirtschaft und Demokratie. Es macht auch vor unserer Tätigkeit im Dienst unserer Kunden nicht Halt, die grosse Hoffnungen in die erste Jahreshälfte 2020 gesetzt haben.

Beispiele für unsere sistierten Mandate? Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs hatte beschlossen, am 17. Mai 2020 eine Konsultativabstimmung über die Gemeindefusion von Grossfreiburg durchzuführen. Der Termin ist abgesagt. Der Schweizerische Nationalfonds hatte geplant, ein Nationales Forschungsprogramm nach mehr als sieben Jahren Arbeit mit einer nationalen Pressekonferenz im April abzuschliessen. Der Termin ist abgesagt. Wir bereiteten ein Treffen der beiden Physik-Nobelpreisträger mit den Mitgliedern des eidgenössischen Parlaments vor. Auch dieser Anlass ist abgesagt.

In Krisen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden durchstehen, können wir uns einem Phänomen bewusst werden, das wir alle kennen: die Vogel-Strauss-Taktik. Dieser Begriff beschreibt den Hang des Menschen, Informationen, die eine Planung, eine Überzeugung oder ein Projekt in Frage stellen, nicht zu berücksichtigen oder abzulehnen. Mit anderen Worten: unsere Fähigkeit, den Kopf in den Sand zu stecken! Diesen Reflex konnten wir alle beobachten: Einzelpersonen und Organisationen brauchten Zeit, um zu verstehen, dass die Pandemie alles verändert und vor allem alles bremst.

Stay at home

Unserer Erfahrung nach gibt es nur eine Möglichkeit, dem Vogel-Strauss-Reflex entgegenzuwirken. Zusammen mit dem Kunden gilt es zu planen, was noch im Bereich des Möglichen liegt und ernsthaft alle möglichen Szenarien durchzuspielen. Diese Denkübung erlaubt es uns, drei in Krisenzeiten wertvolle Fähigkeiten zu erlangen: Wir können eine offene Geisteshaltung bewahren, Klarheit im Handeln garantieren und die Fähigkeit zur Antizipation verbessern, die Organisationen und Personen leitet. Wer mit Szenarien arbeitet, ist nie wirklich überrascht.

Nach dem gesundheitlichen Notstand werden wir vermutlich eine lange Zeit der Krise durchmachen. Unser seit 2018 vollständig digitalisiertes Unternehmen und das ganze Team werden weiterhin für unsere Kunden arbeiten – einfach mit angepasstem Tempo. Gemeinsam fragen wir uns, wie unsere Kunden während der Ausgangsbeschränkung die Verbindung zu ihren Zielgruppen weiterhin aufrechterhalten können, wie wir nach der Krise die Tonalität der einzelnen Projekte anpassen müssen und manchmal auch, wie wir das Vertrauen langfristig wiederherstellen können. Zurzeit haben wir nicht auf alle diese Fragen schlüssige Antworten. Viele Parameter wie die Dauer der Krise, ihre Auswirkungen auf unser Leben und unsere Wirtschaft, sind zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. Aber eines wissen wir mit Sicherheit: Mehr denn je müssen wir in Szenarien denken und unsere Pläne, unsere Überzeugungen und unsere Vogel-Strauss-Gewohnheiten hinterfragen.

 

Eine Neubelebung des Quartiers

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Affiche du marché de Noël

Das Quartierleben von blueFACTORY zu entwickeln und seine unternehmerische Existenz hervorzuheben – mit dieser Aufgabenstellung startete die VIRTÙ Public Affairs AG zu Beginn des Jahres 2019. Diese Strategie, wie die verstärkte Positionierung des Innovationsquartiers und die Informationskompetenz von grösster Wichtigkeit, sollte 2019 vorangetrieben werden. Es brauchte einen verbindenden Anlass, der alle Arten von Besuchenden aus allen Bevölkerungsgruppen anspricht. Die Wahl fiel auf einen zweiteiligen Weihnachtsmarkt der etwas anderen Art, der vom Freitag, 20. Dezember bis am Sonntag, 22. Dezember 2019 stattfand.

So entstand zum einen der Zukunftsmarkt: Das Swiss Museum for Electronic Music (smem), Sugarcube, Cenogent, Recommerce, Fablab, Go Electric Sàrl, Vidinoti, Innopark, Sous-marin jaune, Pôle d’hiver, Stemutz und The Green Drop machten mit und schlüpften in die Haut von Ausstellenden. An ihren Ständen präsentierten sie die Technologien und Innovationen, die das Innovationsquartier zu dem machen, was es ist. All dies wurde von dem ebenfalls auf dem blueFACTORY-Areal ansässigen Start-Up Enoki, das auf die Schaffung kreislaufwirtschaftlicher, städtischer Ökosysteme spezialisiert ist, entworfen und im NeighborHub inszeniert. Vielmehr als ein gewöhnlicher Markt war es ein Ort, um über Konsumgewohnheiten nachzudenken und das Thema Nachhaltigkeit, ein zentrales Anliegen von blueFACTORY, zu beleuchten.

Der andere Teil des neu gedachten Weihnachtsmarkts, war der Hypermarket, der im Espace Mulitculturel von blueFACTORY stattfand. Auf diesem Markt, der dem Handwerk und Kunstschaffenden der Region gewidmet war, stellten sich Illustratorinnen, Textildesigner, Keramikerinnen, Röster, Antiquitätenhändlerinnen und andere Vertreter der so genannten «slow consumtion» vor. Mehrere DJ’s der Region verliehen dem Ganzen einen sympathischen musikalischen Rahmen.

Man kann sagen, dass etwas gewagt wurde. Dieses einzigartige Ereignis – seine Unsicherheiten und Risiken inbegriffen – erlaubte es blueFACTORY, sich der Öffentlichkeit auf spielerische Weise zu präsentieren und seinen Akteuren und Akteurinnen miteinander in Aktion zu treten. Natürlich ist man im Nachhinein immer gescheiter und so haben wir gewisse Punkte identifiziert, die man auch anders hätte sehen und umsetzen können. Aber diese haben die Bedeutung des Ereignisses für das Quartierleben zu keinem Zeitpunkt überschattet.

Services
Medienarbeit

Im Greyerzerland entsteht ein neues Reiseziel mit Prestigecharakter

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Im Juni 2019 trafen sich politische Entscheidungsträger und Medien im Dorf Pont-la-Ville im Kanton Freiburg. Auf einer Pressekonferenz, die unter strahlend blauem Himmel mit Blick auf den Greyerzersee stattfand, wurde das bedeutende Immobilien-, Hotel- und Golfprojekt des Golf Resort La Gruyère vorgestellt. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Franken beinhaltet den Bau eines Fünf-Sterne-Hotels, eines luxuriösen Wellness-Spa und von 135 Dauer- und Zweitwohnsitzen sowie Hotelresidenzen. Das Golf de la Gruyère wird zu einem 18-Loch-Platz von internationalem Standard umgestaltet und erweitert. Im Frühling 2019 begleitete die VIRTÙ Public Affairs AG das Golf Resort La Gruyère bei der Organisation dieser Pressekonferenz.

Terrasse

Die Vorbereitung der Veranstaltung beinhaltete mehrere Aspekte. Zum einen richtete sich die Pressekonferenz an regionale, nationale, internationale und fachspezifische Medien. Die Interessen dieser verschiedenen Mediensegmente sind teils sehr unterschiedlich. Es galt daher, bei der Kommunikation des Projekts ein Gleichgewicht zu finden, um diese verschiedenen Medien anzusprechen. Zum anderen musste das Golf Resort La Gruyère seine Kommunikation mit der grossen Hotelgruppe Hyatt koordinieren, die das Hotel betreiben wird. Die Koordination ist geglückt und Synergien konnten erfolgreich genutzt werden. Nicht zuletzt hatte die Pressekonferenz eine politische Dimension, denn im Golf Resort La Gruyère wird das einzige Fünf-Sterne-Hotel des Kantons Freiburg entstehen. Ein so prestigeträchtiges Reiseziel existiert im Kanton bisher noch nicht. Aus diesem Grund ergriffen an der Pressekonferenz mehrere politische Persönlichkeiten das Wort – der Staatsrat Olivier Curty, der Präsident des Schweizer Tourismusverbandes, Dominique de Buman, und der Gemeindepräsident von Pont-la-Ville, Michel Bapst. 

Die Medienkonferenz sorgte in der Schweiz und darüber hinaus für ein grosses Medienecho. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz. Die erste Bauphase des Projekts begann im Herbst dieses Jahres.

Erfolgreiche Medienkampagne für die UEK

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Im 20. Jahrhundert sperrten Behörden in der Schweiz mindestens 60'000 Personen in Anstalten weg, ohne dass sie ein Delikt begangen haben und ohne Gerichtsverfahren. Betroffen waren vor allem Personen am Rand der Gesellschaft, weil sie in der Perspektive der Behörden nicht den gesellschaftlichen Normen entsprachen. Im Auftrag von Bundesrat und Parlament arbeitete die Unabhängige Expertenkommission (UEK) Administrative Versorgungen dieses dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte auf. Während rund neun Monaten durften wir die UEK bei der Medienarbeit im Zusammenhang mit ihren wissenschaftlichen Ergebnissen unterstützen. Unser Ziel war es, dass die Thematik der administrativen Versorgungen in den Medien diskutiert wird und sich die Öffentlichkeit bewusst wird, dass viele betroffene Personen bis heute in prekären Verhältnissen leben.

Der Auftakt der Medienkampagne erfolgte am 11. März 2019 mit einer Pressekonferenz. Im Frühling und Sommer publizierte die UEK laufend neue wissenschaftliche Ergebnisse. Diese dienten uns als Grundlage, um im direkten Austausch mit Journalistinnen und Journalisten das mediale Interesse für verschiedene Aspekte der historischen Aufarbeitung zu wecken. Unsere Medienkontakte in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin führten zu einem grossen Echo: Insgesamt erschienen in einem halben Jahr über 120 unterschiedliche Pressebeiträge im ganzen Land. Die Artikel sowie TV- und Radiobeiträge beleuchteten die Hintergründe der administrativen Versorgung in der Schweiz und machten in diesem Kontext auf die heutige Situation der betroffenen Personen aufmerksam. Viele von ihnen leiden bis heute an der Stigmatisierung infolge der administrativen Versorgung und leben unter prekären finanziellen und gesundheitlichen Bedingungen. 

Karin Keller Sutter

In einer abschliessenden Medienkonferenz am 2. September 2019 überwies die UEK deshalb Empfehlungen für die weitere Rehabilitierung der betroffenen Personen an die zuständige Bundesrätin Karin Keller-Sutter. Die Expertenkommission schlug einerseits finanzielle Massnahmen vor, um die Lebensbedingungen der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Andererseits empfahl sie die Schaffung einer Institution, die den betroffenen Personen Raum für Austausch und Unterstützung bietet.

Derzeit prüft der Bundesrat die Vorschläge der UEK für die weitere Rehabilitierung. Gleichzeitig sind im eidgenössischen Parlament mehrere Vorstösse hängig, die das Ziel verfolgen, die Situation der von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffenen Menschen zu verbessern. Einerseits solle die Einreichungsfrist für Gesuche um Solidaritätsbeiträge aufgehoben werden, andererseits fordert eine Parlamentarische Initiative, dass die Ergänzungsleistungen von Betroffenen nicht gekürzt werden. Im Rahmen unseres Mandates waren auch wir in Kontakt mit betroffenen Personen und tauschten uns mit ihnen über ihren politischen Handlungsspielraum aus. Gemeinsam mit ihnen sind wir gespannt, welche weiteren Massnahmen die Schweiz im Umgang mit den Folgen eines dunklen Kapitels ihrer Geschichte ergreift.

Mit Journalisten über Folklore sprechen

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VIRTÙ Public Affairs AG durfte das Internationale Folkloretreffen Freiburg (RFI) erneut bei der Medienarbeit begleiten. Immer im August versetzt das Festival die Stadt Freiburg während einer ganzen Woche in Schwingung: Im Fokus steht die Folklore aus allen Ecken der Welt. Acht Ensembles standen auf den verschiedenen Bühnen der RFI, um dem Publikum die traditionellen Tänze und Gesänge aus ihrer Region näherzubringen. Entsprechend den Werten des Folkloretreffens – Begegnung, Loyalität und Offenheit – organisierten wir mehrere Medienanlässe an ganz besonderen Orten.

Das Festival existiert nun schon seit 45 Jahren, unser Mandat seit fünf. Die Medien aus der Region kennen die RFI wie ihre eigene Hosentasche. Darum ist es auch nicht ganz einfach, sie Jahr für Jahr wieder für unsere Pressekonferenzen und die Vorführungen zu interessieren. Unser Rezept: Die Journalisten sollen möglichst in Stimmung kommen. Die Medienkonferenzen fanden auch dieses Jahr wieder in den Kulturperlen Freiburgs – im Bistro Le Port und im Café des Arcades – statt. Im persönlichen Rahmen durchgeführt und durch Künstlervorführungen begleitet springt der Funken schnell über. Und wer wollte, konnte sich sogar von den Tänzerinnen und Tänzern bei der Hand nehmen lassen und sich selber an den traditionellen Tänzen versuchen.

In regem Austausch mit den Journalisten wurden zahlreiche Kontakte mit Mitgliedern des Komitees sowie den Künstlerinnen und Künstlern hergestellt. Das Echo war äusserst positiv: Besuche an Proben und Aufführungen ergaben mitreissende Reportagen, Bild- und Tonaufnahmen, die die Folklore auch jenen näherbringen konnten, die selber nicht am Festival teilnahmen. Alle lokalen Medien und das RTS waren vor Ort. Mit insgesamt 35 Beiträgen waren die RFI auch dieses Jahr medial präsent. Zum ersten Mal stattete der Sender Hantang Culture des chinesischen Fernsehens den RFI einen Besuch ab und verlieh dem Festival somit auch internationale Ausstrahlung.

Die RFI können nach Abschluss der diesjährigen Ausgabe auf ein gelungenes Festival zurückblicken. VIRTÙ Public Affairs hatte die Chance, einmal mehr in die einmalige Stimmung dieses Festivals einzutauchen und die RFI mit einer gelungenen Kommunikation durch die 45. Ausgabe zu begleiten.

RFI_Arcades

Den gemeinsamen Nenner der BFI-Akteure gefunden

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Im kommenden Jahr werden in Bundesbern die Eckpfeiler für die weitere Entwicklung des Wissensplatzes Schweiz eingeschlagen. Mit der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft) wird der Bundesrat die Ziele und Schwerpunkte für die Periode 2021-2024 bestimmen und dem Parlament die entsprechenden finanziellen Mittel beantragen.

Unter dem Dach des Netzwerks FUTURE, dessen Geschäftsstelle wir führen, haben sich die Schweizer Hochschulen und Institutionen der Forschungs- und Innovationsförderung auf ihre gemeinsamen Schwerpunkte für die Jahre 2021-2024 geeinigt. In mehreren Diskussionsrunden legten die Trägerorganisationen ihre Prioritäten dar und besprachen die grossen Herausforderungen für den Wissensplatz Schweiz.

Unter unserer Begleitung einigten sich swissuniversities, der ETH-Rat, der Schweizerische Nationalfonds, die Akademien der Wissenschaften Schweiz und Innosuisse auf ihren gemeinsamen Nenner und hielten diesen in einem Positionspapier fest.

  • Die BFI-Akteure wollen die Grundlagen schaffen, um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des digitalen Wandels zu bewältigen.
     
  • Sie wollen die Innovationskraft der Wirtschaft stärken und die notwendigen Fachkräfte für den Arbeitsmarkt ausbilden.
     
  • Mit kompetentem Gesundheitspersonal und Weiterentwicklungen von medizinischen Technologien und Methoden unterstützen sie das Gesundheitswesen der Zukunft.
     
  • Und mit ihrem Engagement in den Bereichen Klimaforschung, Ressourcennutzung und Energie fördern die BFI-Akteure die nachhaltige Entwicklung.

Dank diesem frühzeitigen Konsens können sich die Akteure mit vereinten Kräften für ihre gemeinsamen Anliegen einsetzen. Dieser weniger sichtbare Teil der politischen Kommunikation ist entscheidend für sämtliche Vorhaben im Bereich der Interessenvertretung.

Die Konturen Grossfreiburgs zeichnen

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Die Fusion Grossfreiburgs ist zurzeit eines der Vorzeigeprojekte im Kanton Freiburg. Die Ausgangslage ist aussergewöhnlich. Eine konstituierende Versammlung wurde ernannt, um die Vereinigung von 9 Gemeinden aus dem Einzugsgebiet Grossfreiburgs durchzuführen: Avry, Belfaux, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne. Die Delegierten der Gemeinden bildeten im Rahmen der konstituierenden Versammlung acht Arbeitsgruppen, in welchen sie während eines Jahres die unterschiedlichsten Themen – von sprachlicher Identität, über Technik und Finanzen bis hin zu Schulen – bearbeiteten.

Die Veröffentlichung der Vorschläge, welche die Arbeitsgruppen der konstituierenden Versammlung ausgearbeitet haben, ist ein Schlüsselmoment des Prozesses. Wir haben uns dafür entschieden, diese Vorschläge an vier Pressepunkten, über zwei Wochen verteilt, zu präsentieren. Diese intensive Kommunikationsphase erlaubte es – nach langem Warten von einem Jahr – eine Dynamik rund um das Projekt zu schaffen und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise konnte das Projekt ausserdem in ganzer Breite den Medien präsentiert werden. Die Prinzipe der Transparenz sowie der öffentlichen Information, so wie sie im Gesetz verankert sind, lagen diesem Vorgehen zugrunde.

Die konstituierende Versammlung bewilligte den Arbeitsgruppen ihre Vorschläge zur Konsultation vorzulegen. Mit diesem Verfahren, welches vom 13. Mai bis zum 14. Juni 2019 stattfindet, wird die nächste Etappe unserer Informationsstrategie eingeleitet.

Point de presse

Services
Medienarbeit

Auf Augenhöhe mit den betroffenen Personen der administrativen Versorgung

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Im Frühjahr 2019 durften wir eine nationale Pressekonferenz für die Unabhängige Expertenkommission (UEK) Administrative Versorgungen organisieren. Die Verantwortlichen der UEK informierten am 11. März 2019 im Medienzentrum des Bundes über verschiedene Massnahmen, mit denen sie die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der administrativen Versorgungen in der Schweiz für die Öffentlichkeit zugänglich machen und eine Auseinandersetzung mit den Schicksalen der betroffenen Personen ermöglichen wollen.

Es handelt sich um ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte: Bis im Jahr 1981 wurde eine grosse Zahl Jugendliche und Erwachsene auf Anordnung von Verwaltungsbehörden in Anstalten weggesperrt. Nicht weil diese Personen eine Straftat begangen hatten, sondern weil ihr Handeln und Lebensstil nicht den damaligen gesellschaftlichen Normen entsprachen. Um dieses Thema aufzuarbeiten, setzte der Bundesrat im Jahr 2014 die UEK Administrative Versorgungen ein.

Nach über vierjähriger Forschungsarbeit veröffentlich die UEK im Jahr 2019 ihre Ergebnisse. Den Auftakt machte sie im März mit der Lancierung der ersten von insgesamt zehn Publikationen. Es handelt sich um einen Portraitband, in dessen Zentrum die Menschen stehen, die von diesen Zwangsmassnahmen betroffen waren. Gleichzeitig lancierte die UEK eine Wanderausstellung durch zwölf Schweizer Städte und ein Lehrmittel, um die Thematik für den Schulunterricht zugänglich zu machen.

Neben den Verantwortlichen der UEK waren an der Konferenz zudem mehrere betroffene Personen involviert, die ihre Erlebnisse schilderten. Die Pressekonferenz weckte landesweit Interesse am Thema und an den Schicksalen der Betroffenen. Insgesamt erschienen in allen Landesteilen rund 25 verschiedene Medienberichte. Neben Artikeln in zahlreichen Print- und Onlinemedien wurden ein Radiobeitrag im «Echo der Zeit» sowie ein TV-Beitrag in der Hauptausgabe der Westschweizer Tagesschau ausgestrahlt.

In der Zusammenarbeit mit der UEK konnten wir unsere Kompetenzen an der Schwelle zwischen Wissenschaft und Politik in einem mehrsprachigen Umfeld einbringen.
Conférence de presse

Die Verbreitung der Resultate des NFP 69 unterstützen

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Die VIRTÙ Public Affairs AG verfügt über grosse Erfahrung im Wissenstransfer. Wir wurden zum Beispiel beauftragt, eine geeignete Strategie zur Verbreitung der Forschungsresultate des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) zu konzipieren. Der Schweizerische Nationalfonds finanziert diese Programme und legt grossen Wert darauf, die Resultate für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Verbreitung dieser Resultate stellt uns vor zwei Herausforderungen. Zum einen ist die Kommunikation als solche herausfordernd, da es komplexe Inhalte verständlich und interessant zu vermitteln gilt . Zum anderen ist es eine Herausforderung, dass die Forschungsresultate in der konkreten Praxis der Ernährungsbranche fortbestehen.  Nationale Forschungsprogramme sind befristet und das NFP 69 läuft Ende 2020 aus. Es gilt die Diskussion über die aufgeworfenen Fragen weiterzuführen, indem man die Akteure des Ernährungsbereichs sensibilisiert und sie anregt, den Dialog fortzusetzen.

Ein Expertengremium aus den betroffenen Anspruchsgruppen
Um diese zweite Herausforderung zu meistern, haben wir der Leitungsgruppe des NFP 69 vorgeschlagen, ein Sounding Board ins Leben zu rufen. Dieses Gremium ist zusammengestellt aus vierzehn einflussreichen Persönlichkeiten aus der Nahrungsmittelindustrie, von Produzentenorganisationen, Grosshandel, Bundesämtern und kantonalen Verwaltungen, von Konsumentenorganisationen, aus der öffentlichen Gesundheit und der Ernährungsberatung.

Diese in ihrem Tätigkeitsbereich einflussreichen Personen bekommen als erste die bedeutendsten Resultate des NFP 69 zu Gesicht. Sie werden ihnen von den Forschenden anlässlich dreier Sitzungstagen im 2019 und 2020 vorgestellt. Die gesammelten Empfehlungen zur Kommunikation der Forschungsresultate werden uns helfen, diese möglichst effizient weiterzuverbreiten und zu ermöglichen, dass sie von Wirtschaft, Verwaltung und Politik berücksichtigt werden.

Im Jahr 2019 werden die Forschungsprojekte des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) abgeschlossen. Die unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Nationalfonds geführten Projekte schlagen Lösungen vor, um die Schweizer Nahrungsmittelsysteme nachhaltiger zu gestalten, die Lebensmittelverschwendung einzuschränken und die Beziehung zwischen Ernährung und Gesundheit besser zu verstehen.

Ein Firmenporträt am Puls der Mobilität

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Was ist der «Trassenpreis»? Deckt der Preis meines Bustickets die Kosten meiner Fahrt? Wird eine Subvention, die für den Kauf eines neuen Trolleybusses gesprochen wird, auch für die Erneuerung der Perrons eingesetzt? Warum investiert ein Unternehmen für öffentlichen Verkehr in Immobilienprojekte?
Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) werden tagtäglich mit Fragen ihrer Nutzerinnen und Nutzer konfrontiert. Um Antworten auf die berechtigten Fragen der Öffentlichkeit zu geben, entschieden die TPF, ein neues Firmenporträt in Form einer gut zugänglichen Microsite zu gestalten. Im Jahr 2018 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und die Webagentur Details damit beauftragt.
Um die Realität des Unternehmens bestmöglich vermitteln zu können, führten wir eine gründliche Bestandesaufnahme durch. Begleitet vom Generalsekretär der TPF trafen wir die Direktoren der vier Gesellschaften, aus denen die TPF-Gruppe zusammengesetzt ist: TPF Holding, TPF Trafic, TPF Infra und TPF Immo. Diese Interviews ermöglichten uns genaue Einblicke in die Firmenstruktur.
Für alle zugängliche Informationen
Aufgrund dieses Überblicks schlugen wir vor, auf der Microsite vom multimodalen Bahnhof auszugehen. Dies ermöglicht es, die gesamten Aktivitäten der TPF auf einen Blick zu erfassen. Dieser Einstieg ermöglicht es, die verschiedenen Herausforderungen der Mobilität zu thematisieren: die verschiedenen Mobilitätsformen, die Bahninfrastruktur, die Immobilienentwicklung und die für das ganze System geltenden Organisations- und Finanzierungsregeln. Wir stellten ebenfalls die über hundertjährige Geschichte des Unternehmens vor. In Zusammenarbeit mit unseren Ansprechpartner der TPF haben wir viel in die Vereinfachung der Informationen investiert, um so auch die komplexesten Bereiche des Unternehmens verständlich zu machen.
Die graphische Darstellung, die von der Agentur Details ausgearbeitet wurde, gibt dem Beobachter eine Vogelperspektive über die TPF. Dies ermöglicht dem Besucher der Webseite, einen Schritt zurückzutreten und die verschiedenen Komponenten des Unternehmens sowie ihre lokale Verankerung zu verstehen. Um das Interesse der User weiter zu wecken, gestalteten wir mehrere Infografiken. Zum Beispiel stellten wir dar, wie der «Trassenpreis» berechnet wird – das ist die Masseinheit der Rechnungsstellung des Bahngebrauchs durch ein Transportunternehmen. Heute nutzen die meisten Besucherinnen und Besucher die TPF-Webseite mit ihrem Smartphone oder ihrem Tablet. Heute ist das Firmenporträt für alle Interessierten zugänglich, die sich – auch spontan –über die Funktionsweise der Freiburgischen Verkehrsbetriebe informieren möchten.
 
Microsite TPF

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik

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In der Wintersession 2018 berieten National- und Ständerat über die Bundesfinanzen für das Jahr 2019. Am Ende der Session stockte das Parlament die finanziellen Mittel für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) im Jahr 2019 um gut 100 Millionen Franken auf. Mit diesen Entscheiden unterstützten die eidgenössischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier einen Kompromiss zwischen der Budgetplanung des Bundesrates und der mehrjährigen Planung (BFI-Botschaft 2017-2020), die das Parlament im Herbst 2016 verabschiedet hatte. Als Verantwortliche für die Geschäftsstelle des Netzwerks FUTURE begleiteten wir diesen parlamentarischen Prozess. Das Netzwerk FUTURE ist eine Interessengemeinschaft von Partnern aus Hochschulen, Institutionen der Wissenschaft und Politik. Wir koordinieren den Austausch zwischen den akademischen Organisationen und rund 40 Parlamentariern aus allen Parteien, die im Politikerteam FUTURE vertreten sind.

Im Frühjahr 2018 informierten uns die Träger des Netzwerks frühzeitig, dass der Bundesrat im Budget 2019 weniger finanzielle Mittel einplant, als das Parlament in der BFI-Botschaft für dieses Jahr in Aussicht gestellt hatte. Als der Bundesrat im Sommer die umfassenden Zahlen zum Voranschlag 2019 publizierte, stellten wir diese in einer Finanztabelle den Zahlen der Mehrjahresplanung gegenüber. In Zusammenarbeit mit den akademischen Trägern zeigten wir auf, auf welche geplanten Massnahmen die Hochschulen und Forschungsinstitutionen aufgrund der geringeren Finanzierung verzichten müssten und dass dadurch deren strategische Ziele gefährdet würden.

In Fact-Sheets und Newslettern informierten wir die Ständerätinnen und Nationalräte, die sich im Politikerteam des Netzwerks FUTURE engagieren. In persönlichen Kontakten erklärten wir die Herausforderungen im Detail. Die Mitglieder des Politikerteams brachten das Thema darauf in den Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) sowie in den Finanzkommissionen (FK) der beiden Räte ein und sensibilisierten ihre Parteikolleginnen und -Kollegen. In beiden Räten wurden Anträge für Aufstockungen der Kredite im BFI-Bereich eingereicht. Diese Anträge begleiteten wir und suchten Verbündete aus Wirtschaft und Kantonen, um die Parlamentsmitglieder von der Notwendigkeit der Erhöhung der Finanzmittel zu überzeugen. Schliesslich fand der Kompromiss für eine Aufstockung in beiden Kammern eine Mehrheit. 

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Verständlich und zugänglich: Zusammenfassungen für alle 26 Projekte des NFP 69

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Im Nationalen Forschungsprogramm «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) forschten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler während fünf Jahren in 26 verschiedenen Projekten. Sie deckten dabei ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen ab – von Nanowissenschaften über medizinische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen bis hin zur Agrarforschung. Wie für alle NFP sollen auch die Projekte des NFP 69 einen Beitrag zur Lösung von aktuellen gesellschaftlichen Problemen leisten. Aus diesem Grund hat die Kommunikation der Ergebnisse einen hohen Stellenwert. Die wissenschaftlichen Resultate gilt es zuhanden von Verwaltung, Politik, Nichtregierungsorganisationen, Privatwirtschaft und Medien aufzubereiten.

Als Verantwortliche für den Wissenstransfer des NFP 69 hat die VIRTÙ Public Affairs AG für jedes einzelne der 26 Projekte eine Zusammenfassung erarbeitet. Da diese «Summary Sheets» für eine breite Zielgruppe ohne wissenschaftlichen Hintergrund verständlich sein sollen, haben wir die zentralen Forschungsergebnisse in einer einfach verständlichen Sprache erklärt. Für jedes Projekt haben wir eine Zusammenfassung im Umfang von 5000-7000 Zeichen gemacht – das entspricht etwa einem längeren Presseartikel. So lassen sich die Inhalte verständlich darlegen, bleiben aber gleichzeitig überschaubar.

Bio-Korb

Wir achteten bei der Redaktion auf eine attraktive Gestaltung. Wir setzten Bilder, Illustrationen und Infografiken ein, um die zentralen Ergebnisse zu veranschaulichen. Ausserdem verfolgten wir eine flexible Gliederung der einzelnen Inhalte, so dass sich den Leserinnen und Lesern verschiedene Zugänge in die Themen bieten. In Text-Boxen, die sich vom Haupttext abheben, sind Anknüpfungspunkte für Politik und Wirtschaft ausgeführt. Die praxisrelevanten Outputs aus den Projekten münden vielfach in konkrete Empfehlungen für Gesetzgeber oder Praktiker. Andere Projekte entwickelten hingegen anwendungsorientierte Produkten oder Verfahren.

Alle Summary-Sheets haben einen Umfang von zwei A4-Seiten und wurden in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch produziert. Sie sind unter der Adresse www.nfp69.ch als PDF aufgeschaltet.

Sprechen wir über Identität!

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Eine Gemeindefusion ist in erster Linie eine technische und politische Angelegenheit. Bei der Erarbeitung einer Fusionsvereinbarung sind verschiedene Fragen zu klären – von der Verwaltung der Abwasser- und Stromnetze über den Steuersatz bis hin zu den Wahlkreisen. Aber wenn es um die Unterstützung der Bevölkerung geht, spielt auch ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle: die Dimension der Identität. Aus diesem Grund schlugen wir der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs – die wir seit Frühling 2018 unterstützen – vor, eine Plattform zu schaffen, die sich mit der Identität Grossfreiburgs befasst. Diese Plattform wird während des ganzen Fusionsprojekts der neun Gemeinden Grossfreiburgs betrieben.

Im Dezember 2018 lancierten wir den Blog «Sprechen wir über Identität!». Die Beiträge stammen von rund 15 Bloggerinnen und Blogger, die im Grossraum Freiburg leben und/oder arbeiten. Sie sind allesamt Vertretende der Zivilgesellschaft und nicht Mitglieder der konstituierenden Versammlung. Ich begleite und koordiniere dieses kreative und motivierte Autorenteam, das aus Personen aller Altersgruppen mit verschiedensten Hintergründen besteht. Beim Start des Blogs erstellten wir eine Redaktions-Charta: Die Bloggerinnen und Blogger sind bei der Auswahl der Themen für ihre Beiträge frei. Es muss aber einen Zusammenhang geben mit dem Fusionsprojekt und/oder mit der Funktionsweise, mit Eigenheiten, der Geschichte oder mit dem Lokalleben der Gemeinden aus dem Fusionsgebiet. Die Beiträge können als Sachartikel, Meinungsartikel, als Foto- oder Tonreportagen oder als Video erscheinen. Zudem arbeiten wir mit der Berufsschule «eikon» zusammen: Im Laufe des Jahres 2019 werden deren Studierenden in angewandter Kunst eine Reihe von Videos zum Thema Identität veröffentlichen.

Wie die Schweizer Hochschulen in den politischen Diskurs eintraten

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Am 9. Februar 2014 stimmten die Schweizer Stimmbevölkerung und die Kantone der sogenannten Initiative «gegen Masseneinwanderung» zu. Die meisten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren sich damals nicht bewusst, dass ihr demokratischer Entscheid direkte Folgen für die Hochschulen und die in der Schweiz tätigen Forschungsgruppen hatte. Akademische und politische Entscheidungsträger wussten hingegen, dass die Europäische Union ihre Drohung wahr machen und die Schweiz von ihren Forschungs- und Mobilitätsprogrammen ausschliessen würde. Trotzdem bezogen sie nicht öffentlich Stellung, weil sie der Überzeugung waren, dass sich Bildung und Forschung nicht in die Politik einmischen sollten. Die negativen Konsequenzen des Ausschlusses in den darauffolgenden Monaten trugen jedoch dazu bei, dass sie ihre Meinung änderten.
Wir durften swissuniversities, die Dachorganisation der Schweizer Hochschulen, bei diesem Paradigmenwechsel unterstützen. In unserer Analyse zeigten wir auf, dass die Hochschulen nicht zu Kampagnen-Maschinen werden müssen. Hingegen ist es völlig legitim, dass sie die Folgen aufzeigen, welche die politischen Entscheide für die Erfüllung ihres Auftrags von Kantonen, Bund und damit von der Bevölkerung haben. Alle Gesetze fordern von den Hochschulen und Forschungsinstitutionen, dass sie nach Exzellenz streben und eine internationale Ausstrahlung haben. Warum sollten sie also nicht auch das Rech haben, auf Gesetzestexte hinzuweisen, die sie daran hindern könnten, die besten Forschenden anzustellen und sich an den europäischen Forschungsinitiativen zu beteiligen?
In den Jahren 2016 und 2017 haben wir in der ganzen Schweiz rund 15 Workshops zur politischen Kommunikation von Hochschulen konzipiert und mitgestaltet. In den Workshops wurden die Kommunikationsverantwortlichen der Institutionen für die Thematik sensibilisiert. Zusammen mit diesen Personen förderten wir den Austausch von Best Practices für politische Kommunikation und regten einen Informationsaustausch an. Das Resultat liess sich im Oktober und November 2018  während der Kampagne zur Selbstbestimmungsinitiative sehen. Die Hochschulen hatten den Mut, Stellung zu nehmen und die verheerenden Auswirkungen der Initiative auf ihre internationale Positionierung aufzuzeigen. Ein Paradigmenwechsel hatte stattgefunden.

Von einer Kommunikation der Versprechen zu einer Kommunikation der Inhalte

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Im Jahr 2017 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und FrankR beauftragt, die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG (BFF AG) bei ihrer Kommunikation zum Innovationsquartier blueFACTORY zu unterstützen. blueFACTORY wird von der Stadt und dem Staat Freiburg getragen und von der BFF AG koordiniert. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Industriebrache in einen neuen Stadtteil zu verwandeln, der Unternehmen, Innovation, Kultur und Wohnraum verbindet. 

Wir führten eine umfassende Situationsanalyse durch, um eine Kommunikationsstrategie entwickeln zu können, die den Erwartungen der verschiedenen Zielgruppen entspricht. In einem ersten Schritt untersuchten wir das Image von blueFACTORY in den Medien und in politischen Debatten. Anschliessend trafen wir verschiedene Mieter auf dem Gelände, um ihre Perspektive auf blueFACTORY kennenzulernen. In diesen Interviews konnten wir die Mieter auch gleich zum Image von blueFACTORY bei Aussenstehenden befragen. In einem dritten Schritt analysierten wir die bestehenden Kommunikationsmassnahmen.

Auf der Grundlage dieser Analyse zogen wir zwei Schlussfolgerungen. Einerseits entsprach die von der BBF AG beabsichtigte Positionierung nicht der Wahrnehmung bei ihren Zielgruppen. Andererseits zeigte sich, dass die Kommunikation von blueFACTORY auf Versprechen ausgerichtet war und die Kommunikation von Inhalten vernachlässigt wurde. Bei neuen Projekten ist die Kommunikation von Versprechungen häufig anzutreffen. Diese löst aber bei den Zielgruppen vielfach Frustration aus. Diese Diskrepanzen haben einen Image-Verlust zur Folge.

Es braucht Zeit, um diese Lücke wieder zu schliessen. Wir haben verschiedene Massnahmen eingeleitet, damit die Inhalte des Innovationsquartiers Aufmerksamkeit erhalten. Anfangs des Jahres 2018 gestalteten wir die Webseite von blueFACTORY neu. Der Aufbau der neuen Seite ist einfach; im Vordergrund stehen Aktualitäten, die Firmen auf dem Areal und die Veranstaltungen, die im Quartier organisiert werden. Häufig gestellte Fragen (FAQ) sorgen für Transparenz über das Projekt. Zudem veröffentlichten wir den Jahresbericht 2017 und lancierten einen elektronischen Newsletter, der über Neuigkeiten aus dem Innovationsquartier informiert. Während eines Jahres stieg die Zahl der Abonnenten von 270 auf 585! 

Website blueFACTORY

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Den Bürgerdialog mit Cafés beleben

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Die VIRTÙ Public Affairs AG ist als Kommunikationsexpertin für die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs tätig, die für das Fusionsprojekt von neun Gemeinden verantwortlich ist. Wir sind der Meinung, dass die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger für den Erfolg eines solchen Projekts entscheidend ist. Zu diesem Zweck organisierten wir drei Dialogveranstaltungen, mit dem Ziel, Vorschläge aus der Zivilgesellschaft in die Überlegungen der Arbeitsgruppen der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs einfliessen zu lassen.

Für diese Cafés Grossfreiburg orientierten wir uns am Prinzip des «World-Café». Diese Methode ist aus verschiedenen Gründen interessant. Einerseits basiert sie auf einer qualitativen und weniger auf einer quantitativen Beteiligung. Wir strebten 15 bis 25 teilnehmende Personen an – ein vernünftiges Ziel in dieser frühen Phase des Fusionsprojekts. Andererseits fördert das World-Café die Verbreitung von Ideen und konsensbasierte Vorschläge.

Jedes Café Grossfreiburg war einer übergeordneten Fragestellung gewidmet, die in einzelne Teilfragen unterteilt war. Zu Beginn stimmten die Teilnehmenden mit Aufklebern über die Teilfragen ab, die sie am meisten interessierten. Jede ausgewählte Teilfrage wurde einer Moderatorin oder einem Moderator zugeteilt. In kleinen Gruppen erörterten die Teilnehmenden jede dieser Fragen während 25 Minuten. Um einen möglichst ergiebigen Austausch zu fördern, fassten die Tischmoderatoren zu Beginn jeder neuen Runde die vorangehenden Diskussionen zusammen. Diese Art der Moderation ist das Herzstück des World-Cafés. Sie ermöglicht den Moderierenden, schrittweise zu erkennen, in welchen Punkten der Frage Einigkeit herrscht und wo die Meinungen auseinandergehen.

Nach vier Diskussionsrunden fassten die Moderierenden die wichtigsten Schlussfolgerungen der Gespräche zu ihren Fragen im Plenum zusammen. Ich transkribierte diese in drei Impulsberichte, welche an die Delegierten der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs übergeben wurden. Die Delegierten müssen die Berichte zur Kenntnis nehmen und können die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger in ihre Arbeit einfliessen lassen. 
Grand Fribourg Café

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Speeddatings für Forschende und Stakeholder

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Im Jahr 2017 endeten mehrere Forschungsprojekte des Nationalen Forschungsprogramms «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69). Diese Projekte bieten Lösungen, um das Ernährungssystem nachhaltiger zu gestalten und um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit besser zu verstehen. Als Verantwortliche für den Wissenstransfer des NFP 69 organisierten wir am Ende des Jahres drei Workshops, um die Resultate dieser Projekte vorzustellen, um einen Austausch zwischen den Forschenden und den Anspruchsgruppen des NFP 69 zu ermöglichen und so einen wichtigen Schritt hin zur Synthese des Programms zu machen. 

Das NFP 69 ist an der Schnittstelle von Ernährung, Agrarwissenschaft und Gesundheit positioniert. Die Stakeholder bilden daher eine sehr heterogene Zielgruppe, die von Vertretenden der Wirtschaft (Produzenten, Industrie, Verteiler) über Akteure der öffentlichen Gesundheit und Behörden bis hin zu Konsumenten- und Umweltorganisationen reicht. Ebenso vielfältig sind die Forschungsprojekte des NFP 69. Unsere Herausforderung bestand daher darin, die Veranstaltungen so zu gestalten, dass sie spezifisch und für die einzelnen Akteure relevant waren. Wir entschieden uns für drei Querschnittsthemen: nachhaltige Ernährungssysteme, Nahrungsmittelverluste und Ernährungsentscheide. 

Der erste Halb-Tag war jeweils dem Austausch zwischen Forschenden und Stakeholdern des NFP 69 gewidmet. In einem wissenschaftlichen Speed-Dating konnte das Eis gebrochen werden. Die Teilnehmenden wählten die Posten der wissenschaftlichen Projekte, die sie am meisten interessierten. Die Forschenden hatten jeweils 20 Minuten Zeit, um die wichtigsten Resultate ihrer Arbeiten zu erklären. Auf der Grundlage von Aussagen zu den Resultaten der Projekte wurden die Diskussionen anschliessend im Plenum fortgesetzt. Die Stakeholder wurden aufgefordert, auf die Aussagen einzugehen und ihre Perspektive aus der Praxis einzubringen. 

Am folgenden Tag trafen sich die Forschenden erneut und diskutierten die Inputs der Anspruchsgruppen. Sie konnten ihre Aussagen entweder aufrechterhalten oder anpassen. Diese «Statements» bilden den Hintergrund für die Synthese des NFP 69.  

Participants au workshop

Participants au workshop

 

Freiburg im Bundeshaus

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Es war die Zeit von Lebkuchen, Liedern, Pfeifen und Schmutzlis: Am 6. Dezember 2016 machte der Sankt-Nikolaus einen Abstecher in die Hallen des Bundeshauses, wo er Parlamentarierinnen und Parlamentariern, hohen Bundesbeamten und Mitgliedern der Regierung die kulinarischen Spezialitäten und Persönlichkeiten des Kantons Freiburg vorstellte. Die VIRTÙ Public Affairs AG unterstützte die Staatskanzlei des Kantons Freiburg bei der Organisation dieser Promotionsveranstaltung unter dem Titel «Freiburg im Bundeshaus».

Signalétique

Die Agentur koordinierte die visuelle Gestaltung, die Einladungen, die Ausschilderung und die Badges für die Gäste. An der Veranstaltung nahmen über 300 Persönlichkeiten teil, darunter drei Bundesräte und drei Staatssekretäre. Sie alle waren begeistert von der geselligen Stimmung, die in der Galerie des Alpes herrschte. Dort hatten die handwerklichen Hersteller der Vereinigung zur Förderung der Produkte aus dem Freiburgerland ihre Stände aufgestellt. 

Stands

Die VIRTÙ Public Affairs AG war ausserdem verantwortlich für die Rede des Sankt-Nikolaus. Dieser hatte markige Worte für die Aktualitäten aus Bundesbern bereit. Der Bischof von Myra wurde von seiner Truppe aus dem Kollegium St. Michael begleitet. Seine Ansprache sorgte im Publikum für einige Überraschung, nicht zuletzt als sich herausstellte, dass der symbolträchtige Freiburger Kirchenpatron von Ständerat Beat Vonlanthen verkörpert wurde.

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Medienarbeit

Drei Tage Medienarbeit am Eidgenössischen Schwingfest

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Um 5.30 Uhr weckt uns schweres Schnaufen und Ächzen. Medizinbälle knallen an eine Holztür. Auf Kommando ertönt das Trappeln von sprintenden Füssen. Von wem diese ungewohnten Geräusche kommen, verrät uns ein Blick aus dem Fenster des Wohnmobils, in dem wir an diesem Wochenende übernachten: Unmittelbar neben unserem Schlafplatz wärmen sich rund zwei Dutzend Schwinger eines Regionalverbandes auf. Sie stehen kurz vor ihrem sportlichen Höhepunkt des Jahres – dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer-le-Lac.

Auch das Team der VIRTÙ Public Affairs AG stand vom 26. bis 28. August 2016 in Estavayer im Einsatz: Als Freiwillige kümmerten wir uns um die Medienarbeit des grössten Schweizer Sportanlasses mit 250'000 Festteilnehmern. Im Medienzentrum auf dem Militärflugplatz Estavayer waren wir an den drei Festtagen für die Aufbereitung der offiziellen Information des Organisationskomitees zuständig. Täglich verfassten wir für die 500 akkreditierten Journalistinnen und Journalisten Medienmitteilungen in Deutsch und Französisch und bereiteten die Medienkonferenzen vor. Daneben recherchierten und verfassten wir Hintergrundberichte über verschiedene Aspekte des Schwingfestes – von der Eröffnungszeremonie über den Gabentempel bis hin zu Berichten vom grössten Campingplatz des Landes. Bereits ein halbes Jahr vor dem Eidgenössischen in Estavayer durften wir die Veranstalter bei der Organisation eines grossen Medientags strategisch beraten.

Die Erfahrungen und Einblicke, die wir als Team am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest machen konnten, sind einmalig. Die Zusammenarbeit mit den vielen beteiligten Personen – vom Organisationskomitee über Medien, Polizei, Behörden bis hin zu den Besuchern aus allen Landesteilen – war aussergewöhnlich und bereichernd. Erfreulich war insbesondere, dass das Eidgenössische, das nur alle 15 Jahre in der Westschweiz stattfindet, auch in der Romandie begeisterte. Als zweisprachige Kommunikationsagentur durften wir unseren Teil dazu beitragen, dass der Anlass Brücken zwischen Deutsch- und Westschweiz geschlagen hat. Und nicht zuletzt ermöglichte uns das Engagement für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, als Team in die uns bisher unbekannte Welt der Schwinger einzutauchen.

Lutteurs

Eine Etappe auf dem Weg zur Imam-Ausbildung

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Eine der Spezialitäten der VIRTÙ Public Affairs AG ist die Wissenschaftskommunikation. In diesem Bereich waren wir unter anderem mit dem Wissenstransfer für das Nationale Forschungsprogramm «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» (NFP 58) mandatiert. Das Programm wurde vom Bundesrat lanciert und vom Schweizerischen Nationalfonds umgesetzt. Das NFP 58 konnte unter anderem aufzeigen, wie sich das Verhältnis der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber der Religion unter dem Druck der Säkularisierung entwickelt hat. Es brachte ausserdem neue Erkenntnisse über den Islam in der Schweiz hervor.
Eines der Projekte des NFP 58 zeigte, dass ein Konsens über die Frage herrschte, ob in der Schweiz Imame ausgebildet werden sollen. Sowohl die muslimischen Organisationen als auch die befragten Institutionen begrüssten dieses Projekt und waren der Ansicht, dass die Imam-Ausbildung in der Schweiz die Integration von Muslimen unterstützen kann. Die Ergebnisse dieser Studie lieferten Antworten auf eine Frage, die von der Politik mehrfach gestellt worden war: Es zeigte sich, dass die damals 150 in der Schweiz tätigen Imame weder die Landessprachen beherrschten noch die gesellschaftliche und juristische Ordnung des Landes kannten.
Imam
Wir unterstützten die Forschenden bei der Vermittlung ihrer Resultate. Eine nationale Pressekonferenz und mehrere Informationsveranstaltungen – insbesondere für die Mitglieder des eidgenössischen Parlaments – trugen dazu bei, ihre Arbeit ins Rampenlicht zu rücken. Die Verbreitung der Ergebnisse erfolgte im Jahr 2009 mitten in der Diskussion um die SVP-Volksinitiative für ein Verbot von Minaretten. Unsere Herausforderung bestand darin, das grosse öffentliche Interesse am Islam zu nutzen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Resultate des Projekts exakt vermittelt und in einem friedlichen Rahmen diskutiert wurden.
Die Ergebnisse der Studie überzeugten die Verantwortlichen der Universitäten und der Bundesverwaltung, einen Plan für die Ausbildung von Imamen auszuarbeiten. Im Juni 2016 wurde an der Universität Freiburg das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft eröffnet.
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Die Gründung der NFS aus historischer Perspektive

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Im Herbst 2012 wurde die VIRTÙ Public Affairs AG (damals noch unter dem Namen Bonhage PR AG) vom Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) beauftragt, eine historische Analyse über die Gründung der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) zu verfassen. Der SWTR hatte den Auftrag erhalten, die strukturellen Effekte der ersten Serie NFS zu evaluieren. Unsere Zusammenfassung der historischen Ereignisse diente ihm als Grundlagenpapier für die Evaluation. Die zentrale Fragestellung der Analyse lautete: Welche Ziele sollten mit den Nationalen Forschungsschwerpunkten verfolgt werden?
Die NFS sind ein Förderinstrument des Bundes und werden in dessen Auftrag vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) durchgeführt. Die erste Serie von 14 NFS wurde im Jahr 2001 lanciert und lief bis 2013. Unsere Analyse legte den Fokus jedoch nicht auf die Umsetzung dieses Förderinstruments, sondern auf die Periode von 1991 bis 2001. In dieser Zeit entwickelten verschiedene Akteure der Schweizer Wissenschaftspolitik das Konzept der NFS und verhalfen diesem schliesslich zur Umsetzung.
Unsere historische Perspektive basierte auf zwei Säulen: Zum einen verfasste ich einen Bericht, der sich auf die Analyse historischer Originaldokumente sowie auf wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Geschichte des Forschungsplatzes Schweiz abstützte. Zum anderen führten wir qualitative Interviews mit Schlüsselfiguren durch, die in den 1990er-Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts an der Gründung der NFS beteiligt waren. Dazu zählen unter anderem Charles Kleiber, Staatssekretär für Bildung und Forschung 1997-2007, Hans-Peter Hertig, Generalsekretär des SNF 1993-2005, und Bundesrätin Ruth Dreifuss, Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des Innern 1993-2002.
Die Aufgabe für den SWTR ermöglichte uns einen erfrischenden Perspektivwechsel. Als Agentur für politische Kommunikation und Lobbying ist es unser tägliches Brot, laufende politische Prozesse eng zu verfolgen. Die Betrachtung der Vergangenheit ermöglichte uns zu rekonstruieren, wie die involvierten Akteure damals ihre Interessen in der politischen Arena verteidigt hatten. Das war lehrreich und amüsant zugleich.

Die fabelhafte Geschichte von La Trampoline, dem Bier des Tremplin

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Mir ist der Tag im Frühling 2015 noch bestens in Erinnerung, als ich die Leitenden der Stiftung Le Tremplin traf. Die Stiftung kümmert sich in Freiburg um drogenabhängige Menschen. Ein Freund, durch den der Kontakt zustande kam, sagte mir nur: «Das ist ein Thema für dich.» Diesen Satz hatte ich im Kopf, als mir die Verantwortlichen von ihrem Projekt erzählten. In einem ersten Schritt hoben sie das Verbot auf, in der niederschwelligen Anlaufstelle «Au Seuil» Bier zu trinken. In einer zweiten Phase sollte zusammen mit einem lokalen Brauer ein Bier entwickelt werden, das eigens für die Nutzerinnen und Nutzer von Le Tremplin hergestellt wird. Im Hinblick auf die gesellschaftliche Wiedereingliederung war die Idee, dass die drogenabhängigen Personen in einer dritten Etappe dieses Bier selber brauen.       
 
Es liegt auf der Hand, dass dieses Projekt neue Pfade beschritt und in der öffentlichen Wahrnehmung hätte auf Ablehnung treffen können. Daher waren viele Erklärungen notwendig. Die von uns umgesetzten Kommunikationsmassnahmen mussten in erster Linie sicherstellen, dass alle involvierten Projektpartner mit einer Stimme sprachen. Anschliessend sensibilisierten wir Opinion Leader für das Thema; danach wurden verantwortliche Politikerinnen und Politiker informiert. Erst nachdem diese Schritte abgeschlossen waren, machten wir das Projekt am Ende des Sommers im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich. Vier Jahre später ist La Trampoline, das Bier des Tremplin, ein Grosserfolg, der das Interesse in Europa, Nord- und Südamerika weckt.
 
Hinter der Idee dieses sozialen Innovationsprojekts steht die Absicht, dass die drogensüchtigen Menschen eine andere Beziehung zu einer der Substanzen entwickeln, von denen sie abhängig sind. Ein wichtiges Ziel von Le Tremplin war es auch, diesen Personen, die vielfach kein Obdach haben, einen Zugang zur Normalität und die Übernahme von Verantwortung zu ermöglichen. Schliesslich sollten die Abhängigen während eines Teils des Tages auch weniger Alkohol konsumieren. So können die Sozialarbeiter in der Anlaufstelle während einer längeren Zeit mit den Personen in Kontakt sein und sich unter besseren Bedingungen austauschen. 
 
Bald werden die Resultate einer wissenschaftlichen Studie erscheinen, die das Projekt in den ersten Jahren begleitete. 

 

Trampoline