Direkt zum Inhalt

Die Konturen Grossfreiburgs zeichnen

Textkörper

Die Fusion Grossfreiburgs ist zurzeit eines der Vorzeigeprojekte im Kanton Freiburg. Die Ausgangslage ist aussergewöhnlich. Eine konstituierende Versammlung wurde ernannt, um die Vereinigung von 9 Gemeinden aus dem Einzugsgebiet Grossfreiburgs durchzuführen: Avry, Belfaux, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne. Die Delegierten der Gemeinden bildeten im Rahmen der konstituierenden Versammlung acht Arbeitsgruppen, in welchen sie während eines Jahres die unterschiedlichsten Themen – von sprachlicher Identität, über Technik und Finanzen bis hin zu Schulen – bearbeiteten.

Die Veröffentlichung der Vorschläge, welche die Arbeitsgruppen der konstituierenden Versammlung ausgearbeitet haben, ist ein Schlüsselmoment des Prozesses. Wir haben uns dafür entschieden, diese Vorschläge an vier Pressepunkten, über zwei Wochen verteilt, zu präsentieren. Diese intensive Kommunikationsphase erlaubte es – nach langem Warten von einem Jahr – eine Dynamik rund um das Projekt zu schaffen und es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise konnte das Projekt ausserdem in ganzer Breite den Medien präsentiert werden. Die Prinzipe der Transparenz sowie der öffentlichen Information, so wie sie im Gesetz verankert sind, lagen diesem Vorgehen zugrunde.

Die konstituierende Versammlung bewilligte den Arbeitsgruppen ihre Vorschläge zur Konsultation vorzulegen. Mit diesem Verfahren, welches vom 13. Mai bis zum 14. Juni 2019 stattfindet, wird die nächste Etappe unserer Informationsstrategie eingeleitet.

Point de presse

Services
Content

Verständlich und zugänglich: Zusammenfassungen für alle 26 Projekte des NFP 69

Textkörper

Im Nationalen Forschungsprogramm «Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion» (NFP 69) forschten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler während fünf Jahren in 26 verschiedenen Projekten. Sie deckten dabei ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen ab – von Nanowissenschaften über medizinische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen bis hin zur Agrarforschung. Wie für alle NFP sollen auch die Projekte des NFP 69 einen Beitrag zur Lösung von aktuellen gesellschaftlichen Problemen leisten. Aus diesem Grund hat die Kommunikation der Ergebnisse einen hohen Stellenwert. Die wissenschaftlichen Resultate gilt es zuhanden von Verwaltung, Politik, Nichtregierungsorganisationen, Privatwirtschaft und Medien aufzubereiten.

Als Verantwortliche für den Wissenstransfer des NFP 69 hat die VIRTÙ Public Affairs AG für jedes einzelne der 26 Projekte eine Zusammenfassung erarbeitet. Da diese «Summary Sheets» für eine breite Zielgruppe ohne wissenschaftlichen Hintergrund verständlich sein sollen, haben wir die zentralen Forschungsergebnisse in einer einfach verständlichen Sprache erklärt. Für jedes Projekt haben wir eine Zusammenfassung im Umfang von 5000-7000 Zeichen gemacht – das entspricht etwa einem längeren Presseartikel. So lassen sich die Inhalte verständlich darlegen, bleiben aber gleichzeitig überschaubar.

Bio-Korb

Wir achteten bei der Redaktion auf eine attraktive Gestaltung. Wir setzten Bilder, Illustrationen und Infografiken ein, um die zentralen Ergebnisse zu veranschaulichen. Ausserdem verfolgten wir eine flexible Gliederung der einzelnen Inhalte, so dass sich den Leserinnen und Lesern verschiedene Zugänge in die Themen bieten. In Text-Boxen, die sich vom Haupttext abheben, sind Anknüpfungspunkte für Politik und Wirtschaft ausgeführt. Die praxisrelevanten Outputs aus den Projekten münden vielfach in konkrete Empfehlungen für Gesetzgeber oder Praktiker. Andere Projekte entwickelten hingegen anwendungsorientierte Produkten oder Verfahren.

Alle Summary-Sheets haben einen Umfang von zwei A4-Seiten und wurden in den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch produziert. Sie sind unter der Adresse www.nfp69.ch als PDF aufgeschaltet.

Von einer Kommunikation der Versprechen zu einer Kommunikation der Inhalte

Textkörper

Im Jahr 2017 wurden die VIRTÙ Public Affairs AG und FrankR beauftragt, die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG (BFF AG) bei ihrer Kommunikation zum Innovationsquartier blueFACTORY zu unterstützen. blueFACTORY wird von der Stadt und dem Staat Freiburg getragen und von der BFF AG koordiniert. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Industriebrache in einen neuen Stadtteil zu verwandeln, der Unternehmen, Innovation, Kultur und Wohnraum verbindet. 

Wir führten eine umfassende Situationsanalyse durch, um eine Kommunikationsstrategie entwickeln zu können, die den Erwartungen der verschiedenen Zielgruppen entspricht. In einem ersten Schritt untersuchten wir das Image von blueFACTORY in den Medien und in politischen Debatten. Anschliessend trafen wir verschiedene Mieter auf dem Gelände, um ihre Perspektive auf blueFACTORY kennenzulernen. In diesen Interviews konnten wir die Mieter auch gleich zum Image von blueFACTORY bei Aussenstehenden befragen. In einem dritten Schritt analysierten wir die bestehenden Kommunikationsmassnahmen.

Auf der Grundlage dieser Analyse zogen wir zwei Schlussfolgerungen. Einerseits entsprach die von der BBF AG beabsichtigte Positionierung nicht der Wahrnehmung bei ihren Zielgruppen. Andererseits zeigte sich, dass die Kommunikation von blueFACTORY auf Versprechen ausgerichtet war und die Kommunikation von Inhalten vernachlässigt wurde. Bei neuen Projekten ist die Kommunikation von Versprechungen häufig anzutreffen. Diese löst aber bei den Zielgruppen vielfach Frustration aus. Diese Diskrepanzen haben einen Image-Verlust zur Folge.

Es braucht Zeit, um diese Lücke wieder zu schliessen. Wir haben verschiedene Massnahmen eingeleitet, damit die Inhalte des Innovationsquartiers Aufmerksamkeit erhalten. Anfangs des Jahres 2018 gestalteten wir die Webseite von blueFACTORY neu. Der Aufbau der neuen Seite ist einfach; im Vordergrund stehen Aktualitäten, die Firmen auf dem Areal und die Veranstaltungen, die im Quartier organisiert werden. Häufig gestellte Fragen (FAQ) sorgen für Transparenz über das Projekt. Zudem veröffentlichten wir den Jahresbericht 2017 und lancierten einen elektronischen Newsletter, der über Neuigkeiten aus dem Innovationsquartier informiert. Während eines Jahres stieg die Zahl der Abonnenten von 270 auf 585! 

Website blueFACTORY

Services
Content

Die Gründung der NFS aus historischer Perspektive

Textkörper
Im Herbst 2012 wurde die VIRTÙ Public Affairs AG (damals noch unter dem Namen Bonhage PR AG) vom Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) beauftragt, eine historische Analyse über die Gründung der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) zu verfassen. Der SWTR hatte den Auftrag erhalten, die strukturellen Effekte der ersten Serie NFS zu evaluieren. Unsere Zusammenfassung der historischen Ereignisse diente ihm als Grundlagenpapier für die Evaluation. Die zentrale Fragestellung der Analyse lautete: Welche Ziele sollten mit den Nationalen Forschungsschwerpunkten verfolgt werden?
Die NFS sind ein Förderinstrument des Bundes und werden in dessen Auftrag vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) durchgeführt. Die erste Serie von 14 NFS wurde im Jahr 2001 lanciert und lief bis 2013. Unsere Analyse legte den Fokus jedoch nicht auf die Umsetzung dieses Förderinstruments, sondern auf die Periode von 1991 bis 2001. In dieser Zeit entwickelten verschiedene Akteure der Schweizer Wissenschaftspolitik das Konzept der NFS und verhalfen diesem schliesslich zur Umsetzung.
Unsere historische Perspektive basierte auf zwei Säulen: Zum einen verfasste ich einen Bericht, der sich auf die Analyse historischer Originaldokumente sowie auf wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Geschichte des Forschungsplatzes Schweiz abstützte. Zum anderen führten wir qualitative Interviews mit Schlüsselfiguren durch, die in den 1990er-Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts an der Gründung der NFS beteiligt waren. Dazu zählen unter anderem Charles Kleiber, Staatssekretär für Bildung und Forschung 1997-2007, Hans-Peter Hertig, Generalsekretär des SNF 1993-2005, und Bundesrätin Ruth Dreifuss, Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des Innern 1993-2002.
Die Aufgabe für den SWTR ermöglichte uns einen erfrischenden Perspektivwechsel. Als Agentur für politische Kommunikation und Lobbying ist es unser tägliches Brot, laufende politische Prozesse eng zu verfolgen. Die Betrachtung der Vergangenheit ermöglichte uns zu rekonstruieren, wie die involvierten Akteure damals ihre Interessen in der politischen Arena verteidigt hatten. Das war lehrreich und amüsant zugleich.